- ANZEIGE -
- ANZEIGE -

JUST CAUSE 2 – GRENZENLOSE AGENTENFREUDE

Review gepostet von Sir Uruk.Inc am 14.04.2010 um 23:59 Uhr
 
Just Cause 2 Screenshots

James Bond tut es. Chuck Norris sowieso. Und selbst Steven Seagal darf all die Dinge machen, die ein Agent eben so tut: Cool mit Autos durch die Gegend rasen. Gebäude sprengen. Flugzeuge kapern. Bohrinseln sprengen. Sexy Kolleginnen aus den Krallen fieser Diktatoren und Oberfieslinge befreien. Fiese Handlanger die Klippen runterwerfen. Fallschirm springen. An Wolkenkratzern rumklettern. Und die Spieler durften es nicht. Bis jetzt. Denn nun ist Just Cause 2 endlich erschienen, schickt uns in der Gestalt von Rico Rodgriguez in das etwa 400 Quadratkilometer Landfläche große und in Südostasien befindliche fiktive Inselparadies Panau. Und verspricht, dass all das einen Heidenspaß machen wird. Super – oder?

Aber ist es wirklich die allerbeste Idee, dem Spieler so viel Platz, einen Fallschirm und Kletterhaken zu geben? Und kann das überhaupt funktionieren? Viele Fragen – eine Antwort: Ja. Sicher. Tut es. Ganz sicher.


To live and let die


Just Cause 2
Sich in den Kampf stürzen...
Der Beginn ist toll inszeniert: Mit einer Kollegin fliegt Superagentenschmalzlocke Rico per Transporthubschrauber über die wunderschöne Inselwelt von Panau. Und erfährt dabei, dass wir einen Job haben: Unseren alten Mentor schnappen, der anscheinend nicht mehr für die CIA arbeitet, und damit eine Gefahr geworden ist. Und Baby Panay – Sohn des von ihm ermordeten und gestürzten alten amerikafreundlichen Präsidenten – irgendwie loswerden. Wer jetzt großartiges Gerede, tiefe Emotionen oder sonderlich viele Hintergrundinformationen erwartet – Fehlanzeige.

Stattdessen gerät unser Hubschrauber unter Beschuss, die extrem wichtigen Datenpads fallen heraus – wir müssen sie retten. Und springen also direkt in das feindliche Flakfeuer und die atemberaubend schöne Inselwelt herunter und haben zum allerersten Mal knallhart zu tun. Denn natürlich sind die wichtigen Datenpads direkt über eine große Militärbasis verteilt – und wir stehen anfangs nur mit Greifhaken, Fallschirm und ansonsten nichts den fiesen Schergen gegenüber. Aber so etwas ist doch Agententätigkeit. Oder?


Setze an der Basis an....


Just Cause 2
Und so kämpfen wir uns durch die Basis. Diese erste Mission wird übrigens auch als Tutorial verwendet – und macht dank flotter Sprüche und abwechslungsreicher Miniziele einen Haufen Spaß. Wie wird man fünf Feinde los, die 20 Meter weit entfernt stehen, wir aber immer noch ohne Pistole sind? Zum Beispiel, indem man das explosive Fass vom Gebäude über ihnen anvisiert, den Greifhaken auslöst – und das Ding auf die Feinde runterwirft. Das Fass explodiert, die Feinde sind tot – und eine Pistole springt dabei übrigens auch für uns heraus.

Mit der legen wir uns nun mit zwei weiteren Wachen an – die nach zwei Kopfschüssen brav und tot zusammensacken. Wirkt das zu einfach? Irrtum! Mit einer gefundenen Maschinenpistole machen wir uns auf in den weiteren Kampf – gegen fünf weitere Feinde. Die teilen aber gut aus, stecken genug Körpertreffer ein und scheinen dezent unbesiegbar, da wir trotz des unterstützenden, auch auf dem PC aktivierten Zielhilfesystems nicht genau genug geschossen haben. Der Trick lautet Bewegung: Wir springen aus der Deckung, ziehen uns dank Greifhaken auf ein dreißig Meter hohes Haus. Von da aus ziehen wir einen Feind zu uns heran, ballern wild mit der Pistole, schnappen dann einen Feind per Greifhaken, befestigen das zweite Ende blitzschnell an einer Gasflasche, schien auf diese – und bewundern, wie der Feind samt Gasflasche raketenartig in den Himmel fliegt, ein paar Pirouetten dreht und dann draufgeht. Kurz: Mit dem Greifhaken wird man Feinde sehr viel besser los, als man es so recht glauben kann und will. Man muss nur den richtigen Einfall haben…


Diamonds are not forever


Just Cause 2
Eine kleine Angriffswelle später geht es für uns in die zweite Mission – wir sollen einen Informanten retten. Klingt unspektakulär – ist aber ganz sicher sehr spekatkulär. Der Typ ist Schwede, begeisterter Zocker und sitzt gerade ganz weit oben im Casino von Panau. Während gefühlte hunderte von Schergen sich zu ihm auf den Weg machen. Stört uns nicht – das Casino ist ein Zwillingsturm, diverse hunderte Meter hoch und ganz oben durch einen Laufsteg verbunden. Und da ist der Typ aufzufinden. Also gut – da wir gerade sowieso von einem Hubschrauber angegriffen werden.

Wir zielen wir auf den Brummer, betätigen den Enterhaken, ziehen uns hoch und müssen nun in einem Quicktime-Event den Piloten rauswerfen. Vier Nummerntasten später fliegt der nicht mehr Hubschrauber, sondern auf den harten Erdboden zu. Wir schnappen uns den Heli und machen uns auf den Weg nach oben – ein paar Feinde werden dabei dank Bordkanone auch pulverisiert. Oben springen wir aus dem Helikopter, klinken uns mit dem Enterhaken an die Galerie und rauschen cool durchs Fenster – eine der vielen Sequenzen startet. Und wir springen kurz darauf mitsamt dem Schweden vom Turm, der setzt sich in sein Auto – wir stellen uns cool und agentenmäßig drauf – und brettern zu seinem Unterschlupf. Natürlich lässt sich das Militär so etwas nicht bieten und schickt uns ganze Wellen von Jeeps und Trucks hinterher – alle randvoll mit fiesen feindlichen Soldaten. Und hierbei muss man seinen Greifhaken richtig einsetzen, von Auto zu Auto springen, auf ihnen herumturnen - dabei auch mal an der Motorhaube hängen - und die frisch ins Spiel implementierten verschiedenen Trefferzonen der Autos nutzen.

Just Cause 2
Agents on the road...
Ein Schuss auf die Reifen, und wir dürfen dank des beeindruckenden Schadensmodells einen filmischen Überschlag allererster Güte miterleben. Oder wir schießen den Greifhaken auf eines der Autos und befestigen das andere Ende an einem festen Gegenstand – Brücken, Häuser oder auch große Bäume sind eine gute Wahl. Und dann sehen wir wieder Autos durch die Luft fliegen, sich überschlagen und explodieren. Kurz und gut: Ohne etwas Geschick und Ideenreichtum wird man hier sterben, weil die Munition zu schnell ausgeht und die Feinde präzise schießen und versuchen, unser Auto abzudrängen. Und – genau! – man fühlt sich cooler als James Bond himself. Denn so etwas hat der sicher noch nicht gemacht. Genau so soll ein Agentenspiel mit Open World sein – nicht anders.


Swing me to the chaos-moon


Just Cause 2
Jumbojets kapern macht Spaß!
Danach legt die Hauptgeschichte eine kreative Pause ein – wir brauchen die Hilfe der drei verschiedenen Fraktionen: Der Roaches, die in etwa die Mafia sind; der Reaper, die eine kommunistisch geprägte Widerstandsarmee sind und der Ular Boys – die eine religiöse Sekte sind. Und hier war ich das allererste Mal ein Stückchen enttäuscht, da viele der Missionen ganz einfach sehr einfallslos sind. Nimm dieses Hauptquartier ein – das ist die Mission, die das allermeiste Chaos bringt. Chaos? Richtig – das ist quasi die Währung, die neue Missionen freischaltet und es uns ermöglicht, die Geschichte zu Ende zu spielen.

Und wie nimmt man ein Hauptquartier ein? Mit 4 KI-gesteuerten Soldaten und einem Techniker ballert man ein paar Feinde um und wartet dann, bis sich er Techniker in ein System gehackt hat und eine große Feindwelle attackiert. Das macht man dann läppische 12 Mal bis zum großen – und James Bond sogar wegpustenden filmischen, coolen und großartigen - Finale. Ohne jegliche Variation. Darf man langweilig sagen? Ich mach es mal. Im Gegensatz dazu sind viele der über die Welt verstreuten Missionen dafür großartig – einerseits, weil das Missionsbriefing oft verdammt lustig ist. So labert der Chef der Roaches andauernd von diversen Feinden, die er als Krankheiten aller Sorten – Krebs, Geschwüre, Windpocken, etc… - bezeichnet und uns um Heilung bittet.

Just Cause 2
Und andererseits, weil die ganzen Missionen die Welt nicht nur zum Leben erwecken, sondern auch noch die großen Stärken des Spiels zum Ausdruck bringen. Ja, wir haben vom Greifhaken geschwärmt. Ja, auch der Fallschirm steuert sich flott und gut – besonders die Kombination “sich per Greifhaken durch die Luft ziehen lassen und im richtigen Moment den Fallschirm öffnen“ erweist sich als perfektes Fortbewegungsmittel auf kleinere Distanzen wie fünf Kilometer oder so. Ja, fünf Kilometer sind auf Panau Peanuts. Ganz kleine Peanuts. Die Welt ist gigantisch – riesig, detailliert und wunderschön.


Panau sehen und sterben


Just Cause 2 Screenshots
Drei Klimazonen. Knappe dreihundert kleine Ansiedlungen und Dörfer. Dreihundert. Zehntausende Häuser. Hunderttausende Bäume. Und dazu Straßen, Militärpatroulien, eine Großstadt voller Wolkenkratzer, ein fliegendes Bordell und gefühlte Millionen Fahrzeuge. Und man kann alles besteigen, alles beklettern, überall langbrettern, alles zerstören und beschädigen. Jedes Fahrzeug hat ein eigenes Schadensmodell, die KI leistet meistens gute Arbeit und jagt uns aggressiv hinterher, wenn wir – wie immer und andauernd - irgendetwas in die Luft jagen. Auf den Straßen tummeln sich hunderte Fahrzeuge, auf den Bürgersteigen laufen Passanten.

Und in der Luft fliegen Flugzeuge – von großen Düsenjägern und Passagiermaschinen bis hin zu kleinen Flugzeugen und Hubschraubern. Der Tag- und Nachtwechsel lässt einem teilweise aufgrund der wunderschönen Panoramen den Mund meilenweit offenstehen – morgens wabert Bodennebel über den Wäldern, nachts leuchtet die prachtvolle und riesige Hauptstadt mit ihren Brücken, Wolkenkratzern und Straßen so wie schön wie New York. Kurz – was man sieht, ist einfach nur andauernd und immer wunderschön. Über einhundert Fahrzeuge stehen zur freien Verfügung – vom kleinen Tuk Tuk über Jeeps, Trucks, Buggys bis hin zu Panzern und Flugzeugen. Hierbei gilt: Die Fahrzeuge machen Spaß, steuern sich bis auf eine kleine Schwammigkeit toll und unterscheiden sich wirklich alle voneinander. Es macht eben wirklich einen Unterschied, ob man eine rosafarbene Luxussstrechlimousine über eine enge Gebirgsstraße im Schneetreiben pilotiert, im Schnellboot über die in der PC-Version wirklich echten Wellen brettert oder mit einem Wüstenbuggy durch die Wüstendünen von Panau braust.

Just Cause 2
Ja, ein Statuenkopf ist zu gebrauchen...
Oder im Sportflitzer über eine Lehmstraße und durch ein Dorf rast. Kurz: Man hat hier einen gigantischen Abenteuerspielplatz geschaffen. Einen wunderschönen Abenteuerspielplatz voller Details – im normalen Jeep muss man zum Beispiel dezent flott fahren, um einen Baum umzufahren. Im schweren Panzerfahrzeug geht das so auch viel leichter. Man kann hier all die Dinge tun, die man sich schon immer gewünscht hat – fast zumindest. Schneemobile fehlen zum Beispiel. Oder Skier. Aber das sind – mal wieder – Kleinigkeiten, die den Reiz dieses wunderbaren Abenteuerspielplatzes in keinster Weise schmälern. Denn spätestens im Kampfjet fühlt man sich wie ein richtiger Geheimagent.


Ich muss zerstören!


Just Cause 2
Was genau macht man also als Spieler eigentlich? Klar – man ist unterwegs von A nach B. Und ohne die – minimal kostenpflichtige – Schnellreisefunktion oder die Möglichkeit, sich ein Fahrzeug per Airdrop liefern zu lassen, könnte das bei der riesigen Welt dezent frustrierend werden. Und auch mit diesen Funktionen brettert man teilweise schon 10 Kilometer durch die Gegend um um einen besonders steilen Berg herumzukommen und Geld zu sparen, dass man besser in eine aufgerüstete Waffe oder ein Schnellboot investiert.

Aber genau dieses Erkunden macht auch den Reiz aus: Plötzlich steht man eben mitten im militärischen Sperrgebiet, jagt alles in die Luft und haut dann am Ende mit massenhaft mehr Chaos auf dem Konto ganz knapp und schwer verletzt ab. Zwar regeneriert sich die Gesundheit immer wieder – allerdings muss man ab und an ein bisschen richtige Medizin einwerfen, da irgendwann die Gesundheitsleiste sich nicht mehr so weit füllt, wie wenn man direkt vom Onkel Medizinschrank kommt. Und ehrlich: Natürlich machen die Missionen Spaß. Aber besonders die vielen Militärstützpunkte haben es mir dank Düsenjägern, Kampfhubschraubern und Panzern angetan. Oder man schnappt sich ein Schnellboot und jagt die Küstenpatroullien. Oder man versucht, ein Flugzeug in der Luft zu kapern. Kurz: Die Missionen sind ein paar der Dinge, die man tun kann und die viel Spaß machen. Richtig spaßig wird es aber erst, wenn man seine Kreativität schweifen lässt oder eine der vielen, aber nicht überreichlich vorkommenden tollen und kreativeren Missionen annimmt.

Just Cause 2
Jeder muss mal gehen
Da muss man eben in der panauischen Ausgabe von Cape Caneveral wüten, stürzt auf der Insel aus Lost ab und legt sich uralten und japanischen Wesen an. Oder man findet einen gestrandeten Wal, der ein Geheimnis in seinem Bauch verbirgt. Wie gesagt: Es ist eine riesige Welt voller Actionmöglichkeiten. Und auch nach dem tollen, filmischen und auch schön selbstironischen Finale kann und muss man begeistert weiterspielen – wird man es schaffen, einhundert Prozent aller Missionen zu erfüllen, alle Geheimnisse zu finden und alle Militäreinrichtungen zu zerstören? Nach etwa 20 bis 25 Stunden geht es so noch locker 75 Stunden mit massenhaft Kreativität beim Zerstören weiter…


Technik nicht von dieser Welt & nicht für Windows XP


Just Cause 2
Wer es bis jetzt noch nicht mitbekommen hat: Just Cause 2 sieht wunderbar aus. Eine Welt voller Leben und Details und weit über 400 Quadratkilometern ohne Ladezeiten mit dieser epischen optischen Qualität darzustellen – das ist schon deutlich und bewundernswert mehr als nur etwas. Fahrzeuge Zivillisten, Wald, Schnee, Bodennebel, eine Großstadt - all das sieht einfach nur wunderbar aus. Dazu diese Weitsicht - hach ja. Wunderschön. Genau wie das Schadensmodell der Farzeuge. Oder die gigantischen Wassereffekte, die Windeffekte und einfach nur der Wellengang.

Oder die Atmosphäre im Schnellboot. Einfach wunderschön und zum Niederknien. Dass da natürlich ab und an ein paar schwächere Texturen in der Welt lauern, nicht jedes Gebäude zerstörbar ist und jedes Gebäude das man zerstören kann, auch nach Beschuss mit einem Maschinengewehr explodiert – und nicht einfach auseinanderfällt – sind da nur ein paar kleine Details. Auch die Feinde sind zwar in Fahrzeugen smart und hartnäckig, ballern aber oft an einem vorbei und sind durch ein paar Positionswechsel leicht zu verwirren - was sie aber durch Masse und wirklich starke Körperpanzerungen ausgleichen. Und ihr Geschrei der Marke "Wo ist er?! Ich umgehe seine Position!!" Leider müssen Benutzer von Windows XP auf gut Deutsch draußen bleiben – DirectX 10 ist mit Windows Vista oder höher Pflicht! Was daneben aber nicht wirklich geht, sind die teils wirklich gruseligen Synchronstimmen und die dann doch sehr flachen Dialoge. Aber – und das muss auch gesagt werden – mal ganz ehrlich: Who the fuck cares?! Just Cause 2 ist kein Spiel, dass zu viel Wert auf seine Geschichte legt – es ist ein Agentenspiel. Und als Agentenspiel macht es mehr als nur Spaß…


agentenhaftes PRO & CONTRA



  • Unglaubliche Grafik
  • Wunderbare Wassereffekte, Weitsicht und perfekte Explosionen
  • Unglaublich riesige und detaillierte Inselwelt & jeder Ort ist erreichbar
  • Fallschirm und Greifhaken ändern die Fortbewegungsart und die Kämpfe komplett
  • Extrem coole Actionfilmphysik und viele kreative Möglichkeiten, mit einer Überzahl fertigzuwerden.
  • Über 100 Fahrzeuge - egal ob Boote, Jeeps oder Flugzeuge: Hier ist alles dabei!
  • Unglaublich viel zu entdecken und zu sehen
  • Sehr viele verschiedene Missionen
  • In sich geschlossene und selbstironische Geschichte
  • Meist fair verteilte Speicherpunkte
  • Ausbalancierter Schwierigkeitsgrad
  • Perfekt klischeehafter Oberschurke & Geschichte


  • KI manchmal leicht überfordert
  • Teilweise ungewollt urkomische Szenen & Nur Klischees
  • Kein freies Speichern
  • Viele Missionen wiederholen sich andauernd - "Fahr dahin, spreng das Gebäude und den Typen"
  • Laaaaaaaange Wege von den einzelnen Missionensstartpunkten - warum nutzt man nicht sein PDA?!
  • Wo ist die Sexszene am Ende? Rico hätte sich das als Agent verdient...



Agent sein & das richtig!


Just Cause 2 Screenshots
Just Cause 2 ist großartig. Das muss hier stehen und tut es auch. Ja, die Geschichte ist eine Ansammlung voller Klischees, Baby Panau ist wirklich lächerlich als Oberschurke und seine Kampfninjas nerven in den zwei Missionen, in denen sie vorkommen so sehr, wie es eben nur Ninjas können. Und man hätte sich über ein paar weitere Agentenfahrzeuge wie Jetskis, Schneemobile und Skier doch sehr gefreut. Oder über ein paar kreativere Fahrzeuge – wie wärs mit einem Buggy mit Granatwerfer, wie es das noch in Mercenaries 2 gab? Oder ein ein paar mehr Motorrädern? Einem Flammenwerfer? Einem Zeppelin? Aber da muss man auch zurückstecken und ehrlich sagen: Na und? Das alles kann diesem wunderbaren Actionspielsandkasten gar nicht schaden. Es macht einfach Spaß, wie Spiderman mit dem Greifhaken von Gebäude zu Gebäude zu schwingen, Feinde aneinander- oder an explosive Fässer zu binden, im Alleingang eine Militärbasis zu zerstören und wichtige Persönlichkeiten plattzumachen – wobei die leider Gottes anscheinend nur durch Kopfschüsse zu beeindrucken sind. Kurz: Just Cause 2 ist etwas für all diejenigen unter uns, die unbedingt ein Mal wirklich James Bond sein wollen. Für all diejenigen unter uns, die ein Mal der ultimative Held sein wollen, der nur lässige One-Liner kloppt. Und für all diejenigen unter uns, die den besten Open-World Titel voller Action, Fahrzeuge, Zerstörung und herrlich klischeehafter Geschichte spielen wollen. Trotz Klischees - oder vielleicht gerade wegen der Klischees?! Kurz und gut: Just Cause 2 ist großartig. Mit all seiner Action, dem wunderschönen Panau und all den vielen augenzwinkernden Details. Wenn man nicht zu viel Wert auf tiefsinnige Unterhaltung legt – hier ist das perfekte Spiel.

Es macht Spaß, beeindruckt visuell ohne Ende und motiviert wunderbar. Oder habt ihr schon herausgefunden, was mit der mysteriösen Insel los ist, auf der ihr immer abstürzt? Eben. Und einem fiesen Diktator auf die Finger zu hauen, sexy Kolleginnen zu retten und mal wieder mehr oder weniger die Welt zu retten, macht einfach nur unglaublichen Spaß. Hier bin ich Agent – hier kann ich zerstören. Und das tue ich jetzt auch sofort. Und genau das solltet ihr auch sofort tun – wenn ihr Mercenaries gut fandet, wenn ihr den Vorgänger gemocht habt oder ihr euch in GTA deutlich mehr Action und Stunts gewünscht hättet. Hier gibt’s all das. So viel zu sehen, so viel zu zerstören und das noch so wunderschön – das gibt’s normalerweise niemals. Also kauft das Spiel. Los! Und seid ein Mal ein richtiger obercooler Geheimagent…
geschrieben von Sir Uruk.Inc  






x
Copyright 2005-2013 by GAMERSUNITY.DE
Impressum | Werben | Warcraft 4 | Battlefield 4 | Battlefield 3
Changenav Changenav Changenav Changenav Changenav Changenav