Wie kotaku unter Berufung auf eine unbekannte, aber dennoch vertrauenswürdige Quelle berichtet, soll Morgen die Schließung der Pandemic Studios bekanntgegeben werden. Beinahe alle der knapp 200 Angestellten sollen entlassen werden, der Rest in andere Studios eingegliedert werden. Bereits vor einiger Zeit war bekanntgeworden, dass EA diverse Stellen streichen wollte - nun aber soll es das ganze Team des in Kalifornien beheimateten Studios treffen.
Berühmt sind die Pandemic Studios mit Spielen wie Star Wars: Battlefront, Mercenaries, Full Spectrum Warrior oder auch Kill all Humans geworden. Dabei waren die Spiele nicht immer perfekt - aber sie brachten immer frischen Wind in die Branche. Egal ob totale Zerstörung, taktisches Geballer im "Star Wars"-Universum oder auch einfach sinnloser Krieg mit den Aliens gegen den Menschen - die Spiele haben einen Heidenspaß gemacht. 2007 wurden die Pandemic Studios zusammen mit Bioware für ungefähr 800 Millionen Dollar von EA übernommen, konnten danach aber in ihren beiden danach veröffentlichten Spielen [das spaßige, aber technisch schwache Mercenaries 2 und das schlechte Lord of the Rings: Conquest] nie an vorherige Erfolge anknüpfen. Das für das desaströse Lord of the Rings: Conquest verantwortliche Zweitstudio in Brisbane wurde übrigens bereits kurz nach der Veröffentlichung des Titels aufgelöst.
Sollte sich dieses Gerücht bewahrheiten, dann wird "The Saboteur" das letzte Spiel der Pandemic Studios sein - einem Studio, dass vielleicht nicht immer alles perfekt gemacht hat, dessen Spiele aber immer für das standen, wofür heute immer weniger Spiele stehen: Für große Schlachten, gigantische Explosionen und den kleinen Funken Innovation, der den Spieler dazu bringt, auch einmal über technische Mängel hinwegzusehen. Und dafür, dass Entwickler auch mal offen und freundlich sein können, Fragen sofort beantworten und versuchen, ihre Spiele zu machen, wie sie sie sich vorstellen - nicht nach den Wünschen eines Publishers oder von Investoren, sondern so, dass viele Spieler das Spiel lieben werden. So ein Spiel wird wohl auch "The Saboteur" sein - ein großartiges Spiel. Man könnte noch viel schreiben, um seiner Trauer und Wut Ausdruck zu verleihen, dass ein sympathisches, bodenständiges Entwicklerstudio voller toller Ideen wohl geschlossen werden wird, sich aber Entwickler, die viel schlechtere Spiele produzieren, weiterhin über dicke Einnahmen freuen können. Es bringt aber nichts. Life is life - das gilt auch hier. Wir zumindest hoffen, dass sich alles nur als eine Fehlinformation herausstellt...
UPDATE
Die traurige Nachricht hat sich leider bewahrheitet. Die meisten der 200 Entwickler werden entlassen, einige aber in das Team von EA Los Angeles eingegliedert. Trotz der Schließung des Studios verspricht EA, die Marken des Entwicklers mit anderen Entwicklern fortzuführen.
geschrieben von Sir Uruk.Inc
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