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WARHAMMER 40.000: SPACE MARINE - DECKUNG IST WAS FÜR WEICHEIER

Review gepostet von Green Ninja am 11.09.2011 um 00:35 Uhr
 
So, da wären wir endlich. Mein Lieblingsspiel der Gamescom 2010 ist endlich da und rotiert schon in diversen Laufwerken. Warhammer 40.000: Space Marine versetzt euch in die Rolle eines der titelgebenden Kampfmönche im Kampf gegen eine Orkinvasion. Noch nie war das 40k-Setting so gut in Szene gesetzt. Und selten hat mich ein Kampfsystem dermaßen frustriert. Lest hier unseren ausführlichen Test zum Actionkracher.

In der Finsternis des 41. Jahrtausends...


Die Kampagne


Space Marine bietet eine knapp 8-stündige Kampagne, die aber leider nur für Einzelspieler gemacht ist. Obwohl Titus selten alleine unterwegs ist, gibt es keinen Co-op. Dafür wird ein Horde-Mode als DLC nachgeliefert.
Die Forge World Graia steht unter Belagerung. Eine Armee von Orks (auch ein Waaagh genannt) will sich die dort in Produktion befindlichen Warlord Titanen (riesige Kriegsmaschinen auf zwei Beinen) unter den Nagel reißen um damit in den Krieg (ebenfalls bekannt als Waaagh) zu ziehen. Eine Exterminatus-Bombardierung ist in diesem Fall leider keine Option und die imperiale Befreiungsflotte braucht noch 2-6 Wochen. Eine schnelle Lösung muss her. Ein Thunderhawk der Space Marines wird ausgesandt. An Bord, Ultramarine Captain Titus und seine 2 Begleiter. Und weil ein Landemanöver zu lange dauern würde, springen die 3 Marines halt einfach mal so ab.

Ich weiß nicht, wann ich mir zum letzten mal so gerne Screenshots angesehen habe wie zu Warhammer 40.000: Space Marine. Es ist unglaublich wie die Jungs bei Relic diesem Universum Leben einhauchen.
Wie so viele Geschichten im Universum von Warhammer 40k ist auch diese einfach ein Set-Up für möglichst viel Action. Und das macht sie gut, auch wenn sie dann doch sehr vorhersehbar ist.
Aber man muss es den Autoren lassen, sie haben uns mit Captain Titus den sympatischsten Protagonisten gegeben der ein Ultramarine irgendwie sein kann. ”The Codes Astartes does not support this”, versucht uns ein junger Marine noch zu erklären, als wir per Jetpack aus dem Thunderhawk abspringen und Titus erwidert nur ein trockenes ”Try to keep up”, bevor er sich ins Flakfeuer stürzt.

Bolter und Kettenschwert


Space Marine hat ein sehr simples Motto:

SpaceMarine

Nach diesem Motto richtet sich das gesamte Spiel. Space Marines verstecken sich nicht hinter Hüfthohen Mauern und feuern kurze Salven auf ihre Gegner die sich ebenfalls hinter Hüfthohen Mauern verstecken. Ihr seid immer mitten im Geschehen. Und das ist auch gut so. Denn Captain Titus hat nicht nur ein beachtliches Arsenal an Schusswaffen, sondern auch immer einen ordentlichen Prügel dabei, wie das Kettenschwert oder die Energieaxt.

SpaceMarine
Das Feuern der Waffen funktioniert dabei wie in jedem anderen Shooter auch. Ihr zielt mit dem rechten Stick, ein Druck auf die L-Taste lässt euch über die Schulter und durch das Fadenkreuz des Schützen blicken. Aber so viel Spaß Bolter und Plasmawerfer auch machen, einen Space Marine treibt es in den Nahkampf. Da wird gemetzelt was das Zeug hält. Unabhängig davon welche der 4 Nahkampfwaffen ihr benutzt, gibt es sehr grundlegende Combos, also XX, XXY oder XXX. Ein Upgrade-System gibt es nicht, deswegen funktionieren die Kämpfe im Finale im Grunde noch genau so wie zu Beginn des Spiels.

Insgesamt ist das Spiel übrigens eine strikt lineare Angelegenheit. Ihr lauft durch Schlauchartige Level und erschießt alles was nicht den imperialen Adler auf Helm oder Brust trägt.
Es gibt keine Schalterrätsel oder sonstigen Firlefanz. Nur ab und zu wird das Gameplay durch die Nutzung eines Jump Packs etwas aufgelockert. Das macht dann aber auch richtig Spaß, wenn ein 300 Kilo Space Marine sich hoch in die Lüfte erhebt, um dann mit einem ordentlichen Rums wieder zu landen und Gegner in alle Richtungen zu werfen.

Ich weiß nicht, wann ich mir zum letzten mal so gerne Screenshots angesehen habe wie zu Warhammer 40.000: Space Marine. Es ist unglaublich wie die Jungs bei Relic diesem Universum Leben einhauchen.
In fast jedem neuen Actionspiel rege ich mich über einen übertriebenen Gebrauch von Turretsections auf, aber Space Marine war das erste Spiel in dem ich mir ein paar gewünscht hätte. Man sieht zwar einige Fahrzeuge der imperialen Armee, aber es wäre wirklich cool gewesen, hätte man z.B. auch mal im Turm eines Predator Panzers Platz nehmen können.
Aber es ist auch ziemlich cool einfach ein stationäres Geschütz der imperialen Armee aus seiner Verankerung zu reißen und zu ballern bis der Apothecarius kommt.

Titus trägt immer vier Schuss- und eine Nahkampfwaffen bei sich. Von den Kanonen hat jede ihre ganz eigenen Vorzüge (auch wenn ich mir den Schuss des Melters irgendwie anders vorgestellt habe), Kettenschwert und Energieaxt unterscheiden sich dagegen nur minimal. Interessant wird es mit dem Thunderhammer, der zwar richtig reinhaut, dafür aber das Arsenal an Schusswaffen eingrenzt.


Spiel ich hier ‘nen Blood Angel?!


100% Uncut


Auch wenn man das über die Orks nach ein paar Schwingern mit dem Kettenschwert nicht mehr behaupten kann, so ist Warhammer 40k: Space Marine in Deutschland komplett ungeschnitten erhältlich.
Eine an sich interessante Idee, aber leider auch der größte Schwachpunkt von Space Marine ist die Regeneration eurer Lebensenergie. Titus hat einen Schild, der sich nach wenigen Sekunden ohne Beschuss von selbst wieder auflädt, aber darunter befindet sich seine eigentliche Lebensenergie. Der Knackpunkt ist, eure einzige Möglichkeit Energie zurück zu gewinnen, einmal abgesehen vom Rage-Modus, ist die Gegner mit (sehr blutigen) Exekutionsmanövern zu töten. Doch dazu muss der Gegner erstmal betäubt werden und dann stehen wir schon vor dem nächsten Problem: So cool es auch aussieht, wenn unser schwer gepanzerter Held sein Kettensägenschwert einem Gegner in den Bauch rammt und einmal kräftig durchzieht, die meisten Animationen dauern einfach zu lange und in dieser Zeitspanne ist man trotzdem noch verwundbar. Oft kam es vor, dass ich von einer Aktion nur sehr wenig Energie zurück bekam weil ich währenddessen weiter von allen Seiten beharkt wurde und des öfteren hat mich der Versuch durch einen Exekutionsmove Energie zu gewinnen sogar das Leben gekostet. Ich verstehe was der Sinn hinter diesem System ist: Man will den Spieler nach vorne treiben und ihn nicht wie in anderen 3rd Person Shooter alles gemütlich von Hinten erledigen lassen, aber manchmal kommt es dann halt doch zu Feuergefechten über längere Distanzen gegen Ballaboyz und Panzaknackaz und dann wünscht man sich, es gäbe noch mehr Wege seine Energieleiste wieder aufzufüllen.

SpaceMarine
Im Videospiel wie auf dem Spieltisch tödlich: Ein Mob Ork Moshaboyz

Das frische Lebensenergie ein Privileg und kein Recht ist, kannte ich bereits aus Castlevania: Lords of Shadow, aber das Kampfsystem in Space Marine bietet mir einfach nicht genug Gelegenheit wirklich raffiniert zu kämpfen. Ich habe eine Block- oder Konterfunktion schmerzlich vermisst, vor allem wenn man bedenkt, dass Space Marines ja Meister des Nahkampfs sein sollten.
Die ganze Geschichte wird auch nicht einfacher gemacht, durch die Tatsache, dass die Orks im Videospiel eine deutlich bessere Trefferquote haben als ihre Kameraden auf dem Spieltisch. Soll heißen, euch trifft nicht nur jeder dritte Schuss, sondern fast alle.

Trotz dieses recht gravierenden Mangels machen die Kämpfe in Space Marine doch eine Menge Spaß. Denn auch wenn es immer wieder frustriert, wenn man aus der falschen Ecke von einer Bazzucka erwischt wird, so ist es doch unheimlich befriedigend, einen Ork Boss mit einem gepfefferten Schlag mit dem Energiehammer zu zermanschen. Und da sind wir eigentlich schon beim größten Pluspunkt des Spiels angelangt: Dem Setting.


There is only war


Ich weiß nicht, wann ich mir zum letzten mal so gerne Screenshots angesehen habe wie zu Warhammer 40.000: Space Marine. Es ist unglaublich wie die Jungs bei Relic diesem Universum Leben einhauchen.
Wenn ich über Spiele berichte dir mir wirklich gefallen, dann komme ich oft nicht drumherum manche Sätze mehrmals zu sagen, weil sie meine Stimmung zu einem gewissen Titel einfach am besten einfangen. Mein Satz zu Space Marine ist der selbe wie nach der Präsentation auf der letztjährigen Gamescom:

"Bisher war das Intro zu Dawn of War die beste Version von Warhammer 40.000 in bewegten Bildern die ich je gesehen habe. Jetzt ist es dieses Spiel."

Relic hat schon mehrmals bewiesen, dass sie sich mit dem Setting auskennen, aber Space Marine haucht der Welt Leben ein, wie es ein Strategiespiel nur bedingt kann. Selbst als 3 Meter großer Übermensch wirkt man wie ein Zwerg neben der gigantischen Architektur des 41. Jahrtausends.
Auch die Interaktion mit der imperialen Armee ist ein Teil des 40k Universums den man so nur selten zu sehen bekommt. Ein sterbender Soldat haucht noch die Worte ”I got to see a Space Marine before the end”, völlig in Erfurcht vor diesem für ihn Gottgleichem Krieger. Relic bringt das Flair des Settings besser rüber als Warhammer-Entwickler Games Workshop.

Oh Yeah! Na das nenn ich mal ein paar viel-sagende Screenshots. In den neusten Bildern zu Warhammer 40.000: Space Marine sehen wir Titus mit Sprungmodul, einen Chaos Lord in Terminator-Rüstung und... weibliche Cadianer?! Ey, Games-Workshop! Das ist s
Noch etwas, was GW nicht hinbekommt, Relic aber schon: Der Maßstab zwischen Space Marines und Soldaten der imperialen Armee.

Auch der Kampf gegen die Orks macht eine Menge Spaß. Space Orks sind ja eh meine Lieblingsfraktion im Tabletop Spiel und es ist klasse zu sehen, wie sie im Spiel umgesetzt wurden. Schlachtrufe und Herrausforderungen brüllend stürmen sich die grünen Horden auf die Space Marines: ”Again! Shoot me again!”
Man merkt auch, dass die Designer ihren Spaß hatten ein paar Modelle zu entwerfen für die es noch nichts offizielles von Games Workshop gibt. Die schwer gepanzerten ‘Ard Boyz tragen schwere Schilde die aussehen wie Teile von Ork Trucks, die Posaz strotzen nur so vor Wummen und Waaaghboss Grimskul brachte mich erneut ins Grübeln, warum ich eigentlich noch keine HQ-Einheit in Megarüstung besitze.

Oh Yeah! Na das nenn ich mal ein paar viel-sagende Screenshots. In den neusten Bildern zu Warhammer 40.000: Space Marine sehen wir Titus mit Sprungmodul, einen Chaos Lord in Terminator-Rüstung und... weibliche Cadianer?! Ey, Games-Workshop! Das ist s

Da ist es fast schon schade, dass sich das Spiel nicht auf eine Rasse konzentriert, sondern im letzten Drittel noch eine 3. Fraktion in den Kampf um die Fabrikwelt bringt. Auf der anderen Seite ist es nur passend, dass selbst der mächtigste Waaaghboss nur die 2. Geige spielt, wenn man ihm den diversen dunklen Mächten des 40k Universums entgegensetzt.

So schön die Welt auch umgesetzt ist, manchmal wünschte ich mir trotzdem, man hätte noch ein bisschen mehr mit ihr gemacht. Ab und an findet man die heutzutage obligatorischen Audio-Logs, aber keine Textdateien oder nennenswerte NPCs. Skitarri, die Fußsoldaten des Adeptus Mechanicus, werden nur kurz namentlich erwähnt, aber nie gezeigt. Erneut ein Fall von Figuren im Universum die Games Workshop zwar erfunden, aber nie wirklich ausgearbeitet hat. (John Blanche Skizzen zählen nicht!)
Der Abstecher in die Kammern eines Ordo Xenox Inquisitors bleibt leider ebenfalls recht ereignislos obwohl man gerade hier die Gelegenheit gehabt hätte dem Spieler so ziemlich alles aus dem 40k Universum vor die Nase zu setzen.

SpaceMarine

Eine Kleinigkeit muss ich dann aber noch bemängeln. Ich bin es ja durchaus gewohnt, Muskelbepackte Supermänner zu spielen die im Alleingang die Welt vor ganzen Armeen von Schurken retten, aber da Space Marine auf einem Strategiespiel basiert in dem normalerweise zwei relativ ausgeglichene Armeen gegeneinander antreten, wirkt es ein klitzekleines Bisschen übertrieben, wenn ein einzelner Space Marine nur bewaffnet mit einer Boltpistole und einem Kampfmesser einen ganzen Ork Schlachtkreuzer zum Absturz bringt und dann mit nur zwei Kollegen eine ganze Welt vor dem Untergang bewahrt. Ich vermute mal er benutzt die Regeln für “Movie Marines”.


Für dem Imperator!


Möglicherweise ist euch aufgefallen, dass ich nur englische Zitate genannt habe. Wollt ihr raten woran das liegt? Richtisch! Ich find die deutsche Synchro mal wieder ziemlichen Käse. Die Kollegen von der Gamestar haben ein praktisches Vergleichsvideo erstellt, mit dem ihr euch selbst ein Bild machen könnt.
Die englische Synchro ist übrigens ziemlich gut. In der Hauptrolle, Sherlock Holmes- und Kick Ass-Bösewicht Mark Strong, der Captain Titus die richtige Portion Pathos verleiht. Auch die restlichen Sprecher machen ihre Sache sehr gut.

Der Rest vom Sound ist ebenfalls sehr solide. Zwar fiel mir der Soundtrack nicht wirklich auf, aber die Soundeffekte der Waffen haben ordentlich Rumms und machen das Universum noch einen Tick lebendiger.


Der große Bruderkrieg


Tja, und dann gibt es noch den Multiplayer. Wie wir schon berichtet haben kämpfen hier Teams aus bis zu 8 Space Marines gegen die selbe Anzahl ihrer dunklen Brüder, den Chaos Space Marines. Der Multiplayer bringt erstmal die selben Stärken des Hauptspiels mit ein: Das Feeling der Vorlage richtig gut einfangen.
Ihr entscheidet euch für eine von 3 Klassen:

  • Taktische Marines sind die Flexibelsten unter ihren Brüdern. Sie haben Zugang zu einem breiten Arsenal an Waffen und können mit dem Teleportpeilsender Perk sogar als Spawn Points für Teamkameraden dienen.
  • Devastors und Havocs sind für schwere Waffen zuständig. Schwere Bolter, Plasmakanonen, solche Sachen halt. Allerdings sind sie auch langsamer als ihre Kollegen.
  • Assault Marines und Raptoren sind die letzte Klasse. Während die anderen beiden Klassen sich über Rampen und Brücken kämpfen müssen um zum Ziel zu finden, benutzen diese Jungs einfach ihr Jet Pack und überwinden so große Distanzen mit einem Satz und nehmen ihre Gegner mit Kettenschwertern oder Energiewaffen auseinander.

Letztes Jahr auf der Gamescom angekündigt, jetzt endlich enthüllt. Hier die ersten Screenshots vom Multiplayer Modus in Warhammer 40.000: Space Marine.
Letztes Jahr auf der Gamescom angekündigt, jetzt endlich enthüllt. Hier die ersten Screenshots vom Multiplayer Modus in Warhammer 40.000: Space Marine.


Auf 5 Karten gibt es dann entweder Team Deathmatch oder “Missionsziele besetzen”. Durch die Ausrüstung und Level kommt auch hier schönes 40k Feeling auf, aber ich hoffe das ein eventueller DLC ein bisschen Variation in die triste Levelauswahl bringt, die sich größtenteils am Design der Forge World in der Kampagne orientiert.

SpaceMarine
Wie es für Multiplayer Modi heutzutage nicht weg zu denken ist, gibt es auch jede Menge Perks und Ausrüstung freizuschalten. Und jedes mal wenn ihr gefraggt werdet, habt ihr sogar die Option für euren nächsten Respawn das Loadout eures Killers zu kopieren, ohne die Waffen erst alle freigeschaltet zu haben. Aber aufgepasst: Wer das Spiel gebraucht kauft muss sich den Elite-Pass, ohne den man nicht über Level 5 aufsteigen kann, erst noch nachkaufen.
Neben der freien Wahl der Waffen und Skills kann man sich seinen Space Marine ähnlich wie in Dawn of War komplett selber gestalten. Aber nicht nur farblich, auch die Rüstung ist komplett gestaltbar. Ihr könnt euch aber auch einfach an den vielen bereits vertretenen Space Marine-Orden bedienen wie z.B. den Blood Ravens oder Salamanders. Sogar die Scythes of the Emporer sind dabei, warum auch immer.
Ihr könnt auch einzelne Rüstungsteile austauschen, aber natürlich erst, wenn ihr sie im Multiplayer freigeschaltet hat.

Ich spiele ja eher selten Online Matches, aber ich könnte mir vorstellen, Space Marine durchaus noch eine Weile zu spielen, auch wenn ich mal wieder viel einstecken muss. Aber besonders freue ich mich auf den kommenden Exterminatus-DLC, in dem 5 Marines im Co-op gegen Wellen von Gegnern bestehen müssen.

SpaceMarine

PRO & CONTRA



  • Setting wunderbar umgesetzt
  • Space Marine-Feeling
  • Orks, Orks, Orks!
  • Dicke Wummen mit ordentlich Wumms
  • Tolle englische Synchronisation
  • Multiplayer


  • Etwas kurz
  • Energieregeneration
  • Kampfsystem ziemlich simpel
  • Schwache deutsche Synchronisation



Waaagh!!!
Warnung, der folgende Satz ist furchtbar abgedroschen, aber er passt in diesem Fall wie das Kettenschwert in den Orkbauch: Fans sollten unbedingt zugreifen!
Ich habe jetzt eine ganze Menge Punkte genannt, die mir an Space Marine nicht gefallen haben. Die Story ist vorhersehbar, es ist zu kurz, teilweise recht frustrierend und etwas arm an Abwechslung. Und, last but not least, verübt das Spiel eine der größten Sünden in einem modern Actiontitel und macht aus dem letzten Bosskampf ein verdammtes Quicktime Event.

Trotzdem hatte ich wirklich ‘ne Menge Spaß, denn es ist einfach zu cool mal ein ordentliches Actionspiel im 40k Universum zu spielen. Um ehrlich zu sein, ich hoffe das Relic sich jetzt nicht zu sehr auf Dawn of War III konzentriert, sondern auch ein paar Ressourcen in ein weiteres 40k Actionspiel steckt. Potential für weitere Spiele gibt es jede Menge, aber ich wäre auch schon mit einer Ladung DLC zufrieden. *hust*Spacehulk*hust*

Der Multiplayer bietet zwar nur die grundlegenden Optionen, aber hat allein durch das 40k-Flair schon mehr meiner Aufmerksamkeit als das dröflzigste Spiel über moderne Kriegsführung.

Warhammer 40.000: Space Marine ist kein Spiel, dass das Medium Videospiele groß voran bringen wird oder als Kunstwerk in die Geschichte eingehen wird. Es ist Blockbuster Entertainment und wie so viele Spiele dieser Machart ist es mit knapp 8 Stunden auch etwas zu kurz und auch etwas Abwechslungsarm. Aber wenn man inmitten eines Trümmerfelds steht, zuerst ein paar anstürmende Orks und Kamikazesquigs mit wohlgezielten Schüssen zu erlegen, dann die nächsten 5 mit dem Kettenschwert in ihre Einzelteile zerlegt und schließlich einen stationären Schweren Bolter der imperialen Armee aus seiner Verankerung reißt um damit dem Rest aufzuräumen, dann fühlt man sich wie ein fucking Space Marine. Irgendwie hat es Relic geschafft ein Spiel zu machen, dass mehr 40k Flair hat als das Tabletop-Spiel auf dem es basiert. Und das ist einfach geil!

Warhammer 40.000: Space Marine ist für Xbox 360, Playstation 3 und PC erhältlich. Getestet wurde die Xbox Version.
geschrieben von Green Ninja  
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