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Letztes Jahr habe ich Transformers: War for Cybertron getestet. Ein passabler Shooter, basierend auf der Transformers-Lizenz. Mein größtes Problem: Cybertron war kein sonderlich spannendes Setting. Umso mehr hat es mich gefreut, das Entwickler High Moon Studios nun auch am Spiel zu Transformers 3, auch bekannt als Dark of the Moon, arbeitet.
Aber eine Sache hat mich dann doch gleich zu Beginn stutzig gemacht: Wenn die Auto-Form in einem Transformers-Spiel effektiver ist als der eigentliche Roboter, dann stimmt irgendetwas nicht.
Wie gesagt, das Spiel stammt vom selben Entwickler wie War for Cybertron. Das war letztlich auch der Grund warum ich mich überhaupt für dieses Spiel hier interessiert habe. WfC hatte ein paar wirklich gute Ideen, ich hatte nur echt keinen Spaß am Setting. Die Frage ist, ob Entwickler High Moon in der kurzen Zeit die ihnen zur Verfügung stand ein ordentliches Filmlizenzspiel aus dem Boden stampfen konnten.
Transformers 3 macht schon mal den ersten richtigen Schritt um die üblichen Fallgruben einer Filmversoftung zu umgehen. Die Story spielt nämlich vor dem Film und so ist man nicht gezwungen die Action-Szenen im Film in brauchbare Videospiel-Level umzubauen.
Die Handlung dreht sich dabei um die Pläne der Decepticons (Spoiler: es hat was mit dem Mond zu tun) und die Wiedererweckung von Shockwave, einer der neuen Schurken im Film.
Wirklich viel zu sagen gibt es zur Story nicht. Sie ist das Set-Up, insgesamt aber nicht wirklich erwähnenswert.
Die Kampagne besteht aus 3 Missionen mit den Autobots, 3 mit den Decepticons und einem finalen Bosskampf in der Karosserie von Optimus Prime und dürfte euch insgesamt so 6 bis 7 Stunden beschäftigen. Das ist zwar etwas kurz, aber dafür gibt man sich alle Mühe die Level abwechslungsreich zu gestalten. So benutzt Soundwave (der sich aus irgendeinem Grund nur in ein Auto verwandelt) seinen Partner Laserbeak um in eine Militäranlage einzudringen und mit Starscream macht ihr Jagd auf das Autobot Flugzeug Stratosphere (mit Abstand das coolste Level). Dafür gibt es keinen Coop Modus mehr.
Der neue, große Aufhänger für Dark of the Moon ist der “Stealth Force Mode”, die Autoform der Transformer, aber von oben bis unten bepackt mit den dicksten Wummen. Das sieht erstmal ziemlich cool aus. Auch wenn ein gelber Camaro mit einer dicken Plasmakanone auf dem Dach nicht sonderlich “stealth” ist. :P

Die Steuerung ist dabei etwas merkwürdig: Wie schon in WfC könnt ihr euch mit einem Druck auf L3 verwandeln und zwar von der Roboterform in den Stealth Force Mode. Drückt ihr dann noch LT schaltet ihr komplett auf Fahrzeug um, seid deutlich schneller, aber nicht so beweglich und könnt gar nicht mehr anhalten.
Im SFM könnt ihr seitwärts fahren (was zugegebenermaßen ziemlich stylisch ist, wenn die Räder einfach mal um 90° zur Seite gedreht werden) und aus allen Rohren feuern. Zusätzlich muss man so nie nachladen, fährt schneller, ist besser gepanzert, und wegen dem niedrigem Profil schwerer zu treffen. Seht ihr das Problem?
Gäbe es da nicht diverse Spezialfähigkeiten in Roboterform, wie Soundwaves Schockwellenangriff oder Ironhides Spezialgewehr würdet ihr quasi nur als vor Waffen starrendendes Auto durch die Gegend brettern. Und dann kann ich auch Twisted Metal oder Spy Hunter spielen.
Stealth Force sieht zwar klasse aus (ich hab schon wieder Bock mir einen neuen Transformer für’s Regal zu kaufen) aber man muss ihn halt richtig ausbalancieren. Und wenn es nur weniger Panzerung ist. Aber da diese Form so unheimlich effektiv ist, verfallen die meisten Kämpfe, besonders die Bosse, in langweile Strafe-Gelage, wie ein First Person Shooter aus den 90ern.
Neben der kurzen Kampagne gibt es natürlich auch wieder einen Multiplayer, der im Prinzip eine verkleinerte Version des Cybertron Multiplayer ist. Ihr wählt einen der bekannten Transformer, oder bearbeitet ein existierendes Model in Sachen Farben und Ausrüstung. Wie schon in WfC sind eure Möglichkeiten hier aber arg beschränkt. Decepticons und Autobots wählen jeweils aus ihrem eigenen Farb-Pool und die Modelle an sich bleiben immer die selben.
Es gibt 4 Klassen und jede fühlt sich tatsächlich anders an. Scouts sind umheimlich schnelle Flitzer. Die Jäger müssen als einzige im Stealth Force Mode nachladen, um ihre Flugfähigkeiten etwas auszugleichen. Allerdings steuern sie sich auch nicht so angenehm wie im letzten Spiel. Sie sind langsamer und nicht so wendig, was wirklich spannende Dog-Fights über den Arenen leider verhindert. Dann gibt es noch die Anführer (Trucks) und Krieger (Panzer).
Auch wenn das Spiel grafisch jetzt nicht gerade das gelbe vom Ei ist (ich sag nur Texture Pop-In), so sind die fünf Multiplayer Arenen doch eine willkommene Abwechslung zum langweiligen Cybetron. Okay, vielleicht sind zerstörte Städte und Fabriken jetzt nicht so wahnsinnig kreativ, aber sie bringen das richtige Flair in die Schlachten zwischen den Autobots und Decepticons. Allerdings könnten sie durchaus etwas größer sein. Und höher.
Es gibt 3 Spielmodi: Deathmatch, Team Deathmatch und King of the Hill. Der Escalation Mode, in dem man zusammen gegen Welle um Welle feindlicher Roboter kämpft fehlt dieses mal leider. :(
Es gibt noch einen Haufen Kleinigkeiten die mich an Transformers 3 gestört haben.
Zum Beispiel fehlt den Soundeffekten einfach der Wumms, besonders bei der Bewegung der Transformer. Wenn ich mit einem 20 Tonnen schwerem Roboter von einem Dach runterspringe, will ich das auch spüren.
Ebenfalls seltsam: Shockwave ist ein freischaltbarer Charakter für den Multiplayer. Aber warum kann er sich nicht verwandeln? Damit hat er einen massiven taktischen Nachteil gegenüber allen anderen Charakteren.
Nahkampfattacken liegen immer noch auf R3 und das ist immer noch ziemlich unpraktisch.
Und, last but not least, es gibt keine Sterbeanimation für die Fahrzeug-Form. Wenn ihr beim fahren getötet werdet, verwandelt sich euer Transformer zurück in einen Roboter und explodiert dann.

Viele dieser Punkte sind vermutlich allein der Tatsache zu verdanken, dass Dark of the Moon halt doch nur eine Filmversoftung ist und High Moon Studios das Spiel einfach schnell genug fertig coden musste. Traurig, aber war.
Der Multiplayer zeigt wieder sehr viel Potential, aber in diesem Spiel ist es quasi der selbe wie in Cybertron, sogar die Menüs sind die selben.
Letztlich läuft es auf folgendes hinaus: Auch wenn High Moon Studios das Franchise mag und ein paar gute Ideen hat, leidet dieses Spiel unter den selben Problemen wie so viele Filmumsetzungen. Es ist nicht sonderlich hübsch, es ist zu kurz und hat eine Menge kleinerer Probleme die bei Spielen die sich nicht an eine Film release Deadline halten müssen einfach nicht aufkommen. Wenn Activision schlau ist, dann geben sie der Transformers-Lizenz ein Jahr oder mehr Pause und räumen dann richtig auf. Aber da uns dieses Jahr schon ein neues Spider-Man Spiel erwartet, fürchte ich, dass wir dieses Glück nicht haben werden. :P
Ich weiß, dass High Moon ein richtig geiles ‘formers-Spiel machen können, wenn sie nur genug Zeit haben. Aber Dark of the Moon ist leider nur Mittelmaß.
Getestet wurde die Xbox 360 Version des Spiels. Wie schon bei War for Cybertron handelt es sich bei der Wii Fassung um ein anderes Spiel.
Aber eine Sache hat mich dann doch gleich zu Beginn stutzig gemacht: Wenn die Auto-Form in einem Transformers-Spiel effektiver ist als der eigentliche Roboter, dann stimmt irgendetwas nicht.
Wie gesagt, das Spiel stammt vom selben Entwickler wie War for Cybertron. Das war letztlich auch der Grund warum ich mich überhaupt für dieses Spiel hier interessiert habe. WfC hatte ein paar wirklich gute Ideen, ich hatte nur echt keinen Spaß am Setting. Die Frage ist, ob Entwickler High Moon in der kurzen Zeit die ihnen zur Verfügung stand ein ordentliches Filmlizenzspiel aus dem Boden stampfen konnten.
Roll out
Transformers 3 macht schon mal den ersten richtigen Schritt um die üblichen Fallgruben einer Filmversoftung zu umgehen. Die Story spielt nämlich vor dem Film und so ist man nicht gezwungen die Action-Szenen im Film in brauchbare Videospiel-Level umzubauen.
Die Handlung dreht sich dabei um die Pläne der Decepticons (Spoiler: es hat was mit dem Mond zu tun) und die Wiedererweckung von Shockwave, einer der neuen Schurken im Film.
Wirklich viel zu sagen gibt es zur Story nicht. Sie ist das Set-Up, insgesamt aber nicht wirklich erwähnenswert.
Die Kampagne besteht aus 3 Missionen mit den Autobots, 3 mit den Decepticons und einem finalen Bosskampf in der Karosserie von Optimus Prime und dürfte euch insgesamt so 6 bis 7 Stunden beschäftigen. Das ist zwar etwas kurz, aber dafür gibt man sich alle Mühe die Level abwechslungsreich zu gestalten. So benutzt Soundwave (der sich aus irgendeinem Grund nur in ein Auto verwandelt) seinen Partner Laserbeak um in eine Militäranlage einzudringen und mit Starscream macht ihr Jagd auf das Autobot Flugzeug Stratosphere (mit Abstand das coolste Level). Dafür gibt es keinen Coop Modus mehr.
Not a very good disguise
Der neue, große Aufhänger für Dark of the Moon ist der “Stealth Force Mode”, die Autoform der Transformer, aber von oben bis unten bepackt mit den dicksten Wummen. Das sieht erstmal ziemlich cool aus. Auch wenn ein gelber Camaro mit einer dicken Plasmakanone auf dem Dach nicht sonderlich “stealth” ist. :P
Die Steuerung ist dabei etwas merkwürdig: Wie schon in WfC könnt ihr euch mit einem Druck auf L3 verwandeln und zwar von der Roboterform in den Stealth Force Mode. Drückt ihr dann noch LT schaltet ihr komplett auf Fahrzeug um, seid deutlich schneller, aber nicht so beweglich und könnt gar nicht mehr anhalten.
Im SFM könnt ihr seitwärts fahren (was zugegebenermaßen ziemlich stylisch ist, wenn die Räder einfach mal um 90° zur Seite gedreht werden) und aus allen Rohren feuern. Zusätzlich muss man so nie nachladen, fährt schneller, ist besser gepanzert, und wegen dem niedrigem Profil schwerer zu treffen. Seht ihr das Problem?
Gäbe es da nicht diverse Spezialfähigkeiten in Roboterform, wie Soundwaves Schockwellenangriff oder Ironhides Spezialgewehr würdet ihr quasi nur als vor Waffen starrendendes Auto durch die Gegend brettern. Und dann kann ich auch Twisted Metal oder Spy Hunter spielen.
Stealth Force sieht zwar klasse aus (ich hab schon wieder Bock mir einen neuen Transformer für’s Regal zu kaufen) aber man muss ihn halt richtig ausbalancieren. Und wenn es nur weniger Panzerung ist. Aber da diese Form so unheimlich effektiv ist, verfallen die meisten Kämpfe, besonders die Bosse, in langweile Strafe-Gelage, wie ein First Person Shooter aus den 90ern.
Robopocalypse
Neben der kurzen Kampagne gibt es natürlich auch wieder einen Multiplayer, der im Prinzip eine verkleinerte Version des Cybertron Multiplayer ist. Ihr wählt einen der bekannten Transformer, oder bearbeitet ein existierendes Model in Sachen Farben und Ausrüstung. Wie schon in WfC sind eure Möglichkeiten hier aber arg beschränkt. Decepticons und Autobots wählen jeweils aus ihrem eigenen Farb-Pool und die Modelle an sich bleiben immer die selben.
Es gibt 4 Klassen und jede fühlt sich tatsächlich anders an. Scouts sind umheimlich schnelle Flitzer. Die Jäger müssen als einzige im Stealth Force Mode nachladen, um ihre Flugfähigkeiten etwas auszugleichen. Allerdings steuern sie sich auch nicht so angenehm wie im letzten Spiel. Sie sind langsamer und nicht so wendig, was wirklich spannende Dog-Fights über den Arenen leider verhindert. Dann gibt es noch die Anführer (Trucks) und Krieger (Panzer).
Auch wenn das Spiel grafisch jetzt nicht gerade das gelbe vom Ei ist (ich sag nur Texture Pop-In), so sind die fünf Multiplayer Arenen doch eine willkommene Abwechslung zum langweiligen Cybetron. Okay, vielleicht sind zerstörte Städte und Fabriken jetzt nicht so wahnsinnig kreativ, aber sie bringen das richtige Flair in die Schlachten zwischen den Autobots und Decepticons. Allerdings könnten sie durchaus etwas größer sein. Und höher.
Es gibt 3 Spielmodi: Deathmatch, Team Deathmatch und King of the Hill. Der Escalation Mode, in dem man zusammen gegen Welle um Welle feindlicher Roboter kämpft fehlt dieses mal leider. :(
Minicons
Es gibt noch einen Haufen Kleinigkeiten die mich an Transformers 3 gestört haben.
Zum Beispiel fehlt den Soundeffekten einfach der Wumms, besonders bei der Bewegung der Transformer. Wenn ich mit einem 20 Tonnen schwerem Roboter von einem Dach runterspringe, will ich das auch spüren.
Ebenfalls seltsam: Shockwave ist ein freischaltbarer Charakter für den Multiplayer. Aber warum kann er sich nicht verwandeln? Damit hat er einen massiven taktischen Nachteil gegenüber allen anderen Charakteren.
Nahkampfattacken liegen immer noch auf R3 und das ist immer noch ziemlich unpraktisch.
Und, last but not least, es gibt keine Sterbeanimation für die Fahrzeug-Form. Wenn ihr beim fahren getötet werdet, verwandelt sich euer Transformer zurück in einen Roboter und explodiert dann.
Viele dieser Punkte sind vermutlich allein der Tatsache zu verdanken, dass Dark of the Moon halt doch nur eine Filmversoftung ist und High Moon Studios das Spiel einfach schnell genug fertig coden musste. Traurig, aber war.
PRO & CONTRA
- Vorgeschichte zum Film
- Abwechslungsreiche Kampagne
- Bay-Transformer (ja, ich mag sie)
- Dieses mal auch in Englisch
- Starscream Level
- Stealth Force zu stark
- Texture Pop-Ins
- Sound nicht wuchtig genug
- Minimalistischer Multiplayer
Fazit
Ihr habt es vermutlich schon bemerkt. Ich mag die Michael Bay-Transformer. Der erste Transformers Film von 2008 war der einzige Grund warum ich mich überhaupt wieder für dieses Franchise interessiere. Deswegen bekommt Transformers 3 von mir zumindest den Design Bonus. Wenn Optimus und Ironhide durch eine zerstörte Großstadt brettern um Decepticons zu vermöbeln macht das einfach Spaß.Der Multiplayer zeigt wieder sehr viel Potential, aber in diesem Spiel ist es quasi der selbe wie in Cybertron, sogar die Menüs sind die selben.
Letztlich läuft es auf folgendes hinaus: Auch wenn High Moon Studios das Franchise mag und ein paar gute Ideen hat, leidet dieses Spiel unter den selben Problemen wie so viele Filmumsetzungen. Es ist nicht sonderlich hübsch, es ist zu kurz und hat eine Menge kleinerer Probleme die bei Spielen die sich nicht an eine Film release Deadline halten müssen einfach nicht aufkommen. Wenn Activision schlau ist, dann geben sie der Transformers-Lizenz ein Jahr oder mehr Pause und räumen dann richtig auf. Aber da uns dieses Jahr schon ein neues Spider-Man Spiel erwartet, fürchte ich, dass wir dieses Glück nicht haben werden. :P
Ich weiß, dass High Moon ein richtig geiles ‘formers-Spiel machen können, wenn sie nur genug Zeit haben. Aber Dark of the Moon ist leider nur Mittelmaß.
Getestet wurde die Xbox 360 Version des Spiels. Wie schon bei War for Cybertron handelt es sich bei der Wii Fassung um ein anderes Spiel.
geschrieben von Green Ninja

