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STARFOX 64 3D - LYLATWARS IST WIEDER DA!

Review gepostet von Green Ninja am 16.09.2011 um 18:20 Uhr
 
Neben Mario, Zelda und Metroid vergisst man ab und an, dass die Großen Drei bei weitem nicht Nintendos einziges Franchise sind. Fox McCloud und sein Team sind wieder da. Aber nicht in einem neuen Abenteuer, sondern in einem Remake des Teils, der als der Höhepunkt der Serie gesehen wird. Hier unser Review zu Starfox 64 3D.


A Galaxy far far away...


starfox
Das Lylat System wird belagert. Der verrückte Wissenschaftler Andross ist aus dem Exil zurückgekehrt und will Rache. Und weil die Flotte des Systems alleine nichts auf die Reihe bekommt, wird das Sölderteam Starfox zu Hilfe gerufen.
Ihr setzt euch in das Cockpit des Anführers, Fox McCloud, im Schlepptau sein Team aus tierischen Raumjägerpiloten.

Für den Fall, dass es hier tatsächlich Leute geben die wissen um was für ein Spiel es sich hier handelt: Die Starfox-Reihe war schon immer (mit einer tragischen Ausnahme) ein Weltraumshooter. Ihr sitzt hinter dem Steuer des Arwing, fliegt durchs All und über verschiedene Planeten und ballert dabei was das Zeug hält.
Dabei fliegt ihr entweder immer gerade aus bis ans Level Ende, so eine Art Rail-Shooter, oder habt ein größeres Gebiet in dem ihr hin und her fliegen könnt um euch nacheinander verschiedenen Zielen zu widmen.

Normalerweise steuert man dieses Spiel mit einem Analogstick, bzw. dem Slide Pad im Fall des 3DS. Zusätzlich zum klassischen N64-Modus könnt ihr das Spiel aber auch im 3DS Modus spielen. Hier ist das Spiel etwas einfacher *rolleyes* und ihr benutzt (zusätzlich) die Gyrosensoren des 3DS um den Arwing zu steuern. Den 3D-Effekt kann man dabei natürlich komplett vergessen. Persönlich bin ich ja kein großer Fan davon, wenn klassische Steuerung durch Motion Control ersetzt wird. In Mario Kart Wii mangelt es mir da einfach an Präzision. In Starfox 3D funktioniert die Steuerung zwar ganz ordentlich, aber ich arbeite trotzdem lieber nur mit dem Slide Pad.


Wo soll’s denn hingehen?


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Beginnend vom Planeten Corneria aus, kämpft ihr euch Planet für Planet durch das Lylat System, mit Andross Basis auf dem Planeten Venom als Ziel. Der Clou ist, dass ihr verschiedene Routen nehmen könnt. Um jedes der 16 Level mal gesehen zu haben, müsst ihr das Spiel mindestens drei mal durchspielen.

Dabei werden übrigens alle möglichen Klischees bedient. Das 2. Level ist ein Asteroidenfeld, dann gibt es noch eine ordentliche Independance Day-Anspielung und mehr.

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Die verschiedenen Routen müssen übrigens erstmal alle von euch entdeckt werden. Viele Veteranen-Spieler wissen vermutlich noch ganz genau, was sie tun müssen um den “echten” finalen Bossgegner zu besiegen, aber für Neulinge könnte es eine Weile dauern die versteckten Wege alle zu finden. Dazu müsst ihr euren Teamkameraden nur gut zuhören, denn die geben immer wieder ein paar Hinweise was getan werden muss um die Mission auch mit Erfolg abzuschließen. Mal müsst ihr alle Suchscheinwerfer auf eurem Weg abschießen -ja, auch die, die hinter schweren Metallschleusen versteckt sind; ein andern Mal gilt es, die Missionen in einem Zeitlimit oder mit einer bestimmten Punktzahl abzuschließen. Und da liegt der echte Spaß von Starfox. Die normale Route kann jeder. Aber es sind die kleinen Abstecher oder eine komplett andere Route, gepaart mit so viel Abwechslung wie es in einem Rail-Shooter überhaupt möglich ist.

Und es gibt endlich einen Score Attack Mode, in dem ihr jedes Level - sofern ihr es in der Kampagne freigeschaltet habt - separat anwählen und Medailien sammeln könnt.


You’ll never defeat Androoooooooooooos!


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Risiege Bosse: Ein Markenzeichen der Serie
Wenn es eine Sache gibt, die mich an Starfox 3D wirklich gestört hat, dann dass das Spiel neu vertont wurde. Der neue Soundtrack ist zwar toll, aber die Sprachausgabe sagt mir nicht wirklich zu. Alle Texte wurden komplett neu aufgenommen und die Sprecher klingen auch im Großen und Ganzen so wie früher. Fox’ Stimme ist etwas höher, Slippy dafür weniger nervig. Aber insgesamt sind die Sprecher etwas zurückhaltender als im Original. Gerade die Bosse sind deutlich weniger over-the-top und cheesy, was dem Spiel etwas von seinem Charme nimmt.
Und aus irgendeinem Grund sagt Falco jetzt “Genius”, statt “Einstein”. Das ist nicht wirklich weiter wichtig, aber ich fands doof.


2D reicht völlig


Wie auch schon Ocarine of Time 3D wurde das Spiel zwar ordentlich aufpoliert, das eigentliche Design blieb aber unangetastet. Dadurch wirken ein paar der Gegner dann zwar doch etwas unförmig, aber insgesamt kann ich mich nicht beklagen.
Der 3D-Effekt dagegen ist eher enttäuschend.
Und wie schon bei Resident Evil: The Mercenaries 3D habe ich mich mehrmals dabei ertappt ihn auszuschalten, weil ich einfach dazu neige den Handheld in der Hitze des Gefechts zu bewegen und so den Sweet Spot verliere.


Multiplayer


Wie schon Lylatwars hat auch das Remake einen Multiplayer Modus. Den mach ich ganz Benda-typisch, jetzt mal kurz und knapp:

  • 4 Karten anstatt nur 2, die deutlich interessanter sind als die im Original
  • Bis zu 4 Spieler können per Download mit nur einem Spiel spielen
  • Kein Online Modus
  • Benutzt werden nur Arwings, kein Landmaster, kein Blue Marine und auch nicht zu Fuß

Und das ist eigentlich alles Wichtige, was es zum Multiplayer Modus zu sagen gibt. Ich hatte leider noch keine Gelegenheit, ihn mit echten Leuten zu spielen und musste mich mit der KI begnügen.

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PRO & CONTRA



  • Spielt sich wie früher
  • Abwechslungsreich
  • Verschiedene Routen
  • Score Attack


  • Neue Sprecher sind nicht cheesy genug
  • Nicht viel Neues
  • 3D nicht wirklich beeindruckend




Trust your instincts

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Die zentrale Frage für dieses Review lautet: Ist Lylatwars gut gealtert? Die Antwort, auch nach fast 14 Jahren: Ein klares Ja.

Zum einen haben wir hier ein Genre, das bei weitem nicht so überladen ist wie z.B. First Person Shooter. Weltraumshooter gibt es nicht sonderlich viele. Halo: Reach hatte kurze Space Combat Einlagen und Starhawk versucht sich ebenfalls daran, aber ansonsten sieht man dieser Tage relativ wenig solcher Spiele. Insofern hat Starfox 64 3D auf jeden Fall schon mal einen Vorteil.
Aber auch Gameplay technisch hat der Titel nichts von seinem Charme verloren. Die Arwings sind immer noch sehr angenehm und präzise zu steuern, das Level Design immer noch so abwechslungsreich wie das Genre es erlaubt und die Level auf der 2. Route immer noch ziemlich knackig.
Optisch macht das Spiel eine ordentliche Figur, der 3D-Effekt ist aber zu vernachlässigen.

Wenn ihr das Original kennt und mögt, könnt ihr beruhigt zugreifen. Und wenn ihr noch nie ein Starfox-Spiel gespielt habt, ist Starfox 64 3D der bestmögliche Einstieg. Das Franchise funktioniert immer noch. Und ich hab jetzt Bock auf Starfox Assault.
geschrieben von Green Ninja  
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