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RESIDENT EVIL: THE MERCENARIES 3D - HANDHELD ACTION IM TEST

Review gepostet von Green Ninja am 17.07.2011 um 22:47 Uhr
 
Mehr Gegner als man zählen kann, ein begrenztes Waffenarsenal und dann auch noch ein gemeines Zeitlimit im Nacken. Das ist The Mercenaries, das actionlastige Minispiel der Resident Evil-Serie. Jetzt ist es auch seperat für den 3DS erhältlich. Ob das ganze auch als Vollpreis Handheld Titel funktioniert, erfahrt in unserem Review zu Resident Evil: The Mercenaries 3D


Die Rückkehr der Söldner


Der Mercenaries-Modus dürfte Fans der Resident Evil-Reihe ja bekannt sein. Jetzt kommt die High-Score-Multiplayer-Ballerei auch auf den 3DS, in Resident Evil: The Mercenaries 3D.
The Mercenaries 3D basiert auf den Bonusspielen aus Resident Evil 4 und 5. Für alle, die das nicht kennen, hier eine kleine Zusammenfassung: In der Rolle eines RE-Helden oder -Schurken werdet ihr in ein Arena-artiges Level aus dem Hauptspiel geworfen, z.B. ein Dorf oder eine Militäranlage, und es gilt, in wenigen Minuten so viele Gegner wie möglich zu besiegen. Am Ende werden die Punkte berechnet und ihr bekommt eine Bewertung zwischen D und SSS. (Zumindest glaube ich, dass einen 3S Rank gibt, so gut war ich bisher nicht. -_- ) Jeder Charakter hat dabei sein persönliches Waffenarsenal, bestehend aus Pistolen, Schrotflinten, Granaten und mehr.
Jede der 29 Mission ist eine Variante von “töte so viele Gegner wie möglich in einem möglichst kurzem Zeitraum”, manchmal noch mit einem Boss Gegner. Oder drei.

Wenn man sich bei Capcom auf eines verlassen kann, dann, dass sie einem zu jedem neuem Spiel mit jeder Menge Pre-Release Content zumüllen werden. Case in Point: Resident Evil: The Mercenaries 3D. Für den Fall, dass ihr noch nicht genug Screenshots vo
Ihr bewegt euch also wie aus den letzten RE-Teilen bekannt durch die Level und seht eurem Charakter dabei über die Schulter. Neu für RE-Spieler: Inzwischen kann man sich währenddessen auch bewegen. Strafen und schießen habe ich jetzt nicht wirklich oft getan, aber dass man auch während dem Nachladen ein paar Schritte tun kann, hat mir des öfteren das Leben gerettet.
Ebenfalls neu: Wie auch im neusten Zelda-Teil wird euer Inventar komfortabel über den Touch Screen gesteuert, was in der Hitze des Gefechts deutlich besser funktioniert als in Resident Evil 5.

Es gibt übrigens auch einen Multiplayer Modus, entweder mit einem Freund im selben Zimmer, wofür aber jeder ein eigenes Spiel braucht, oder online gegen eine wildfremde Person mit der ihr nicht kommunizieren könnt und die ihr auch nie weder sehen werdet. Aber hilfreich sind sie auf jeden Fall. ;)


Déjà-vu


Da das Spiel auf RE4 und 5 basiert, kämpft ihr nicht gegen klassische Zombies, sondern gegen Majinis bzw. Ganados, aber auch ein paar Bossgegnern wie Kettensägen schwingende Irren, dem Executioner oder sogar dem Fledermaus-Insekten Hybrid aus Resident Evil 5.
Insgesamt gibt es acht Level, die ebenfalls aus beiden Spielen entnommen wurden:

  • Village
  • Castle
  • Deserted Island
  • Public Assembly
  • The Mines
  • Missile Area
  • Ship Deck
  • Prison

Wenn man sich bei Capcom auf eines verlassen kann, dann, dass sie einem zu jedem neuem Spiel mit jeder Menge Pre-Release Content zumüllen werden. Case in Point: Resident Evil: The Mercenaries 3D. Für den Fall, dass ihr noch nicht genug Screenshots vo
Keine schlechte Auswahl, auch wenn ich die Minen nicht leiden kann. Allerdings sind ein paar Karten etwas verkleinert worden, im Vergleich zum Original. So könnt ihr z.B. im spanischen Dorf nicht auf den Kirchturm klettern, es fehlt das oberste “Stockwerk” in den Minen und auch das Deck des Frachtschiffs ist eine ganze Ecke kleiner als im Original. An sich ist das Schiff eigentlich eine sehr coole Karte, gleichzeitig aber auch die unübersichtlichste. Je nach Mission könnt ihr dort eine Minute rumlaufen, ohne einem Majini zu begegnen.
Außerdem fehlt meine Lieblingskarte aus RE5, die Experimental Facility.


Meet the Team


Ebenfalls aus alten Teilen übernommen wurden die verschiedenen Charaktere:

  • Chris Redfield
  • Jill Valentine
  • Rebecca Chambers
  • Barry Burton
  • Claire Redfield
  • HUNK (der jetzt übrigens ein Mitglied der USS ist. I smell retcon)
  • Jack Krauser
  • Albert Wesker

ResidentEvil
Unterscheiden tun sich die Charaktere in Sachen Waffen-Arsenal und ihren Nahkampf-Attacken, die angewendet werden können, wenn ein Gegner betäubt ist. Krauser muss leider ohne seine Spezial-Attacke aus RE4 auskommen.
Zwar hat jeder Charakter ein persönliches Waffenarsenal, durch den Einsatz von 3DS Playcoins könnt ihr die Load-outs auch unter den Charakteren austauschen. Einzelne Waffen für einen Charakter mischen ist nicht möglich. Allerdings frage ich mich, warum das Spiel eure Zeiten für die einzelnen Charaktere speichert, wenn ihr die Waffen jeweils austauschen könnt.

Wie es mir dachte. Auch S.T.A.R.S.-Veteran Barry Burton ist ein spielbarer Charakter in Resident Evil: The Mercenaries 3D. :)
Außerdem vermisse ich Leon Kennedy. Warum nimmt man Waffen, Level und Charaktere aus Resident Evil 4 und verzichtet auf den Protagonisten? Ada wäre auch nett gewesen.

Neben den Waffen habt ihr noch die Möglichkeit euren Charakter mit bis zu 3 Skills auszustatten, die aber ebenfalls erst einmal freigespielt werden wollen. Mit denen macht ihr zum Beispiel mehr Schaden mit einem bestimmten Waffentyp oder erhöht eure Chancen auf einen kritischen Treffer wenn ihr verwundet seid.

Unpraktisch: Messer sind jetzt eine separate Waffe, die einen Inventar-Slot brauchen und nicht jeder Charakter hat eines.


Schönheitsfehler


Revelations-Demo


The Mercenaries 3D enthällt eine Demo zum nächsten 3DS-Ableger der Serie, Resident Evil: Revelations. Meiner bescheidenen Meinung nach, sollte sich dieser Bonus aber nicht auf die Bewertung von Mercs auswirken, also werde ich später seperat darüber berichten.
Auf den ersten Blick hat das Spiel optisch fast die Qualität von Resident Evil 5, bei näherer Betrachtung sieht man aber, dass die Texturen dann doch nicht ganz mithalten können. Insgesamt bewegt sich das Spiel auf Wii-Niveau. Wenn man aber erst einmal spielt, fällt einem das gar nicht weiter auf und bedenkt man den gewählten Stil, muss sich der Titel nicht vor anderen 3DS-Titeln verstecken, die eher auf eine Comic-Grafik setzen, wie zum Beispiel Green Lantern.
Ganz fehlerfrei ist die Präsentation dann aber leider doch nicht. Sollte sich ein Gegner weiter von euch entfernt aufhalten, bewegt er sich nur sehr abgehackt. Das merkt man zwar nur in ein paar Leveln, ist aber trotzdem ein ärgerlicher Schönheitsfehler.

Wenn man sich bei Capcom auf eines verlassen kann, dann, dass sie einem zu jedem neuem Spiel mit jeder Menge Pre-Release Content zumüllen werden. Case in Point: Resident Evil: The Mercenaries 3D. Für den Fall, dass ihr noch nicht genug Screenshots vo
Nachdem mich Ocarine of Time diesbezüglich beinahe umgestimmt hatte ist der 3D-Effekt hier leider vernachlässigbar. Was die Technologie anbelangt, ist The Mercenaries wieder ein negatives Beispiel. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es wirklich zur Atmosphäre des Spiels beiträgt und einmal abgesehen davon ist das Spiel sowieso so hektisch, dass man den Effekt nicht wirklich genießen kann. Viel eher neigt man dazu, in der “Hitze des Gefechts” den 3DS in die falsche Richtung zu bewegen, was einen ziemlich aus dem Konzept bringen kann. Und wenn man den Sweet Spot nicht immer 100%ig im Blick hat, kann man Kopfschüsse vergessen.


Höre ich da eine Kettensäge?


Unlöschbar


Wir haben bereits darüber berichtet. Aus irgendeinem Grund ist es nicht möglich euren Spielstand in The Mercenaries zu löschen. Etwas was ihr bedenken solltet, wenn ihr das Spiel gebraucht kaufen möchtet.
Der Sound eines Videospiels ist so eine Sache. Man nimmt ihn oft einfach so hin. Aber wenn was nicht damit stimmt, dann fällt es massiv auf. So ist es in Mercs 3D. Der Sound klingt dumpf, sowohl die Stimmen, als auch Soundeffekte wie Schusswaffen, Türen die aufgebrochen werden und Explosionen. Als würde man es durch ein altes Radio hören. An den Lautsprechern des 3DS kann es aber nicht liegen. In Ocarina of Time 3D war die Geräuschkulisse klar und deutlich.

Besonders ärgerlich ist das, weil der Ton auch eigentlich ein wichtiger Indikator dafür ist, mit welchen Gegnern man es zu tun hat. In einem Level dachte ich es würde irgendwo ein Kettensägen Manjini rumlaufen, aber wie sich herraus stellte, war es nur das Gemurmel der Mönche. Auch die Monster die im Prinzip nur ein Maul auf 2 Beinen sind, machen ein sehr charakteristisches Geräusch, welches man in der 3DS-Version aber kaum identifizieren kann.
Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass gerade dem Kettensägen Manjini einfach der wirkliche “Terror-Faktor” fehlt, wenn der Sound es nicht richtig rüber bringt.

ResidentEvil

PRO & CONTRA



  • Schnelles, packendes Gameplay
  • Perfekt für einen Handheld
  • Überarbeitete Steuerung
  • Ungeschnitten


  • Dumpfer Sound
  • Grafikfehler
  • 3D eher unnötig
  • Wo ist Leon?
  • Insgesamt zu wenig Content
  • Unlöschbarer Spielstand
  • Kleinere Karten


Fazit

Auch in Resident Evil: The Mercenaries 3D gibt es natürlich wieder Alternativkostüme. Und Serien-typisch schwanken sie erneut zwischen unheimlich Bad-Ass und "warum zum Geier zieht jemand so etwas während einer Zombie-Apocalypse an. Aber in Rebeccas
Eine Sache ist von Anfang an klar: The Mercenaries eignet sich wunderbar als Handheld-Titel. Da jedes Match nur wenige Minuten geht, ist es perfekt zum “einfach mal ‘ne kleine Runde spielen”. Egal ob zu hause oder unterwegs, für ein kurzes Match ist immer Zeit. Aber euch muss auch klar sein, dass ihr nach 2-3 Stunden alles gesehen habt, was das Spiel zu bieten hat. Zwar könnt ihr noch Medaillen und Skills freischalten, aber insgesamt fehlt es einfach an Inhalten. Die Langzeitmotivation besteht einzig und allein darin, eure eigenen High Scores zu knacken, da es leider keine Online Leaderboards gibt.

Ich komme auch nicht drum herum mich zu fragen, ob sowohl der Mangel an Content, als auch die technischen Mängel eine Frage des gewählten Systems sind und es einfach an Speicher fehlt, oder das Spiel einfach nicht rechtzeitig fertig geworden ist. Denn eigentlich funktioniert das Konzept als Stand-Alone Titel sehr gut. Die 3DS-Variante hat einfach ein paar ärgerliche Mängel.

Kann ich Resident Evil: The Mercenaries 3D also empfehlen? Schwer zu sagen. Es sind halt nur 8 Level und letztlich hängt die Langzeitmotivation allein von euch ab. Wenn ihr unbedingt neues Handheld-Futter braucht und eh eine Schwäche für The Mercenaries habt, dann macht ihr mit diesem Spiel nicht viel falsch.
Ich hatte meinen Spaß und würde vermutlich eher noch eine Runde auf dem 3DS spielen, anstatt RE5 in die Xbox zu packen.

Wobei ich da inzwischen schon mal wieder Bock drauf hätte. ^^
geschrieben von Green Ninja  
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