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TRANSFORMERS 3 - DIE FILMKRITIK

Movies gepostet von Green Ninja am 02.07.2011 um 22:40 Uhr
 
Transformers

Nachdem ich zuletzt das Spiel zum Film reviewt habe, dachte ich mir, ich versuche mich mal wieder an einer Filmkritik, dieses mal dem Film zum Spiel zum Film. Die Rede ist natürlich von Transformers: Dark of the Moon, hierzulande bekannt als Transformers 3, weil man das deutsche Publikum nicht mit Untertiteln überfordern möchte. Schafft es Michael Bay, der Meister der Explosionen, die Fehler des letzten Teils zu umgehen?

Transformers
Inzwischen dürften es echt alle mitbekommen haben: Ich mag Transformers. Und das ist fast ausschließlich dem ersten Teil der Filmtrilogie von 2007 zu verdanken. Ich hatte zwar auch einige Transformer als ich jünger war (um genau zu sein habe ich die meisten davon immer noch), aber es waren die neuen Designs in den Bay-Filmen die mich wieder für das Franchise begeisterten.
Der 2. Teil hatte einige massive Schwächen, aber ich habe durchgehalten (mehrmals sogar), weil ich einfach eine Schwäche für große Roboter habe die sich die Fresse einschlagen. Auch wenn ich immer noch etwas skeptisch bin was Real Steel anbelangt.

Anyway, zurück zum eigentlichem Thema. Einige Jahre nach dem letzten großen Kampf mit den Decepticons finden die Autobots Hinweise auf ein altes Transformer Raumschiff, welches vor Jahrzehnten auf dem Mond aufschlug und dadurch überhaupt die ganze Raumfahrtgeschichte ins Rollen brachte. Auf dem Schiff befindet sich eine Erfindung des Autobot Wissenschaftlers Sentinel Prime die den entscheidenden Vorteil im Krieg zwischen Decepticons und Autobots bringen könnte.

Transformers
Hier zu sehen: eine völlig unnötige menschliche Nebenrolle. Und John Malkovich.
Gleich zu Beginn macht der Film ein paar der selben Fehler wie der letzte Teil, Transformers: Die Rache. Die Roboter rücken in den Hintergrund um Platz für Comic Relief Nebencharaktere zu machen, von denen wir die meisten gar nicht brauchen. Beinahe die gesamte erste Stunde des Films besteht daraus.
Wheeljack, der kleine Nervsack aus Teil 2 ist wieder dabei und hat einen Freund mitgebracht. Sams Eltern sind auch wieder da, dankbarerweise in einer deutlich kleineren Rolle als im letzten Film, aber man hätte sie immer noch ganz weglassen können. Am unnötigsten ist Sams neuer Boss, gespielt von John Malkovich. Ich mag Malkovich (Malokovich, Malkovich), aber auch er trägt ebenfalls überhaupt nicht zur Handlung bei.
Insgesamt kann man aber sagen, dass die Nebencharaktere, und dadurch der Film insgesamt, weniger peinlich/kindisch/zum Erwürgen nervig sind wie im 2. Teil, was vermutlich der Tatsache zu verdanken ist, dass Michael Bay das Drehbuch dieses mal nicht selber geschrieben hat.

Die “wichtigste” neue Menschenrolle ist übrigens Sams neue Freundin. Megan Fox ist nicht mehr Teil der Serie, was vermutlich damit zu tun hat, dass sie Michael Bay mit Hitler verglichen hat. Ihr Ersatz, ein Victoria’s Secret Model deren echter und Charakter-Name mir gerade entfällt, hat im Prinzip exakt die selbe Rolle wie Fox’ Charakter: Boobage. Der Uruk könnte da jetzt vermutlich ne Kolumne drüber schreiben, persönlich bin ich kein Fan von künstlicher Modell-”Schönheit”.

Transformers
Wie mein Bruder so schön sagte: 'Es ist eine dünne Linie, zwischen lasziv kucken, und dämlich kucken.'

Aber was ist mit den Robotern? Die sollten immer noch das wichtigste an einem Transformers Film sein. Auf jeden Fall bekommt man viel von ihnen zu sehen. Optimus, Bumblebee und die meisten anderen Autobots sind wieder mit dabei, mit Ausnahme der Zwillinge, die aber kaum jemand vermissen wird.
Optimus rockt mal wieder das Haus, dieses mal mit seinem klassischem Anhänger, der als Waffenlager fungiert. Auch Bumblebee bekommt ein paar nette Actionszenen, in denen wir mehr vom “Stealth Force Mode” zu sehen bekommen, auf den ein so großer Fokus im Spiel zum Film gelegt wird.
Neu in der Reihe der Autobots sind die Wreckers, ein Trio von mit Waffen überladenen Nascar Autos, die vermutlich anfangen würden zu nerven, wenn sie mehr Screentime hätten. So sind sie aber völlig akteptabel.

Transformers
Hi, mein Name ist Shockwave. Ich bin nicht in diesem Film.

Transformers
Auf der Decepticon Seite haben wir unter anderem Megatron, Starscream und Soundwave. Shockwave, ein weiterer beliebter Charakter aus der alten Serie, hat relativ wenig zu tun, obwohl er sowohl im zu Beginn des Films als auch im Spiel als der Bad-Ass Mofo etabliert wird. Die wirkliche Gefahr geht dabei aber von seinem Bohrer-Wurm-Ding aus, Shockwave bekommt selber nicht wirklich viel zu tun und hat sogar ein ziemlich unspektakuläres Ende.
Ebenfalls sehr cool ist Soundwaves Partner Laserbeak, der endlich mal zeigt, was man mit dem “Robots in Disguise”-Konzept alle anstellen kann.

Megatron hat zwar bis zum Schluss relativ wenig zu tun, hat mir aber optisch dieses mal am besten gefallen. Jetzt in der Form eines fast schon Mad Max-artigen Lasters, wird die Abdeckplane auf seinem Anhänger zu einem Umhang mit Kapuze. Das sah so unheimlich cool aus, ich musste mir am nächsten Tag gleich eine Megatron Figur für’s Regal kaufen. ^^

Auch wenn die Roboter alle schick anzusehen sind, bekommen sie bedauerlicherweise keine wirkliche Charakterentwicklung in irgendeiner Form. Sie sind da, sie haben One-Liner und sie hauen sich die metallenen Fressen ein, aber am Ende hat nur Megatron tatsächlich etwas aus der ganzen Geschichte gelernt. Tragisch.

Transformers
Einer der neuen Autobots
Die Actionszenen sind dieses mal übrigens deutlich übersichtlicher als in den Vorgängern, was vermutlich ein Zugeständnis von Bay war, damit 3D-Vorstellungen keine Augäpfel explodieren lassen. Ich habe mir den Film in 2D angesehen (auch wenn mich Ocarina of Time 3D ziemlich beeindruckt hat, stehe ich dem gesamten Trend immer noch eher feindlich gegenüber), habe bisher aber nur gutes über den 3D-Effekt gehört. Einige Kritiker sprachen vom besten 3D seit Avatar. Sicher gibt es einige Szenen die offensichtlich für diesen Effekt geplant waren, wie eine besonders stylische Sequenz in der Sam aus einem sich verwandelndem Bumblebee herraus katapultiert wird, aber ihr verpasst sicher nichts, wenn ihr euch den Film auf die altmodische Art an seht.

Roll out to the movies

staffavas
Transformers 3 ist nicht der beste Film des Sommers. Thor war klasse und X-Men First Class richtig genial. Der dritte T’formers macht immer noch den zentralen Fehler seiner Vorgänger, nämlich zu viele sinnlose Charaktere, deren Screentime durch mehr Roboter ersetzt werden könnte. Allerdings ist die Abwesenheit von fickenden Hunden und John Tutorros Unterhose ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem zweiten Teil.
Letztlich wisst ihr eh ganz genau, ob ihr einen Transformer Film sehen wollt. Also hier nochmal kurz und knapp: Coole Roboter, nervige Menschen, immer noch Überlänge aber doch 'ne ganze Ecke besser als Teil 2.

Green Ninja


pflanzers Meinung

staffavas
Ja, der Film ist, so wie er ist zu lang. Ja, viele Dialoge und Szenen, die relativ wenig mit der Hauphandlung zu tun haben, hätte man sich sparen können. Aber summa sumarum hat mir der Film gefallen. Nicht zuletzt, weil sich eben nicht lediglich Actionszene an Actionszene gereiht hat und weil der Film eine ordentliche Hauptstory erzählt. Da konnte ich über einige Patzer hinwegsehen. Dennoch Schade, dass die Chance, den eher “Menschenlastigen” ersten Teil des Filmes weniger platt zu gestalten, nicht genutzt wurde.

pflanzer
geschrieben von Green Ninja  
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