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Wird mal wieder Zeit etwas neues auszuprobieren: Ein Comic Review! Da das nächste Spiel von Ubisofts Historienspektakel, Assassin’s Creed: Revelations, uns leider erneut in die Rolle des selben Assassinen versetzt, müssen wir uns eines anderen Mediums bedienen um das AC-Universum ein bisschen zu erweitern. Assassin’s Creed: Der Untergang erzählt die Geschichte von Daniel Cross, der von mysteriösen Visionen eines Attentäters während der russischen Revolution geplagt wird.
Wie für Assassin’s Creed so üblich, erzählt Der Untergang die Geschichte zweier Protagonisten. Daniel Cross, ein Mann mit einer anscheinend gewalthaltigen Vergangenheit und Nikolai Orelov, ein russischer Assassine im 19. Jahrhundert. Daniel leidet unter Visionen von Nikolais Kampf gegen die russische Zarenfamilie, was wiederum die Aufmerksamkeit der modernen Assassinen auf sich zieht.
Der größte Pluspunkt für die Geschichte ist, dass es das Assassin’s Creed-Universum glaubhaft erweitert ohne sich dabei auf bereits etablierte Charaktere zu stützen. Es gibt einige Anspielungen auf die Geheimnisse aus Assassin’s Creed 2, aber man sieht auch viel neues, besonders über die Assassinen selbst, von denen wir in Desmonds Zeit ja bisher relativ wenig wissen.
Im Gegensatz zu den beiden Renaissance-Spielen hält sich der Comic allerdings mit historischen Details deutlich zurück. Mit all den Zusatzinfos gleichen die Spiele ja manchmal schon fast einer Geschichtsstunde, in Der Untergang werdet ihr so gut wie nichts über den historischen Kontext lernen.
Das Ende kommt relativ schnell, hat aber durchaus recht drastische Auswirkungen auf die Gesamtstory. Sofern in zukünftigen Spielen überhaupt auf die Ereignisse im Comic eingegangen wird.
Die abgeschlossene Geschichte kommt im schicken Trade paperback, ist aber kürzer als es auf den ersten Blick scheint. Die Miniserie ist ein 3-Teiler, das letzte Viertel des Bandes ist Artwork und Hintergrundinfo zu Assassin’s Creed: Brotherhood.
Optisch kann ich mich nicht beklagen. Das Design fügt sich gut in den Kanon der Serie ein und der Zeichner, Karl Kerschl (Superman, the Flash) hat gute Arbeit geleistet, man kann der Action problemlos folgen und die diversen Kampfszenen sind gut inszeniert. Das einzige was ich vermisst habe war mehr Kletterei über die Dächer Moskaus, was immerhin auf einem der Cover zu sehen ist, letztlich aber nur 3 Seiten im Buch umfasst.
Es ist auf jeden Fall ein interessantes Setting für eine AC-Geschichte und ich wünschte man hätte diese Vorlage für das nächste Spiel benutzt und sich nicht schon wieder auf altbekannte Hauptfiguren gestützt.
Alles in allem ist Assassin’s Creed: Der Untergang eine sehr solide Geschichte. Leute die mit dem Gesamtplot der Serie nicht vertraut sind werden nicht viel damit anfangen können, aber Fans wird die Geschichte sicher gefallen.
Wenn ich mich über etwas beklagen müsste, dann ist es die “Werbung” für Brotherhood, die immerhin ¼ des Hefts einnimmt, was den Preis von 13 Euro ein kleines bisschen zu hoch ansetzt für meinen Geschmack.
Wenn ich mich über etwas beklagen müsste, dann ist es die “Werbung” für Brotherhood, die immerhin ¼ des Hefts einnimmt, was den Preis von 13 Euro ein kleines bisschen zu hoch ansetzt für meinen Geschmack.
"Assassin’s Creed: Der Untergang" erscheint als Trade paperback im Panini-Verlag über DC Comics und kostet 12.95€. Zu finden im Comicladen eures Vertrauens oder bei Amazon
geschrieben von Green Ninja

