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GEARS OF WAR 3 - REVIEW - EINFACH NUR PERFEKT

Review gepostet von Sir Uruk.Inc am 20.09.2011 um 14:15 Uhr
 
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Gears of War 3 - Der Action-Kracher im Test

Nach über drei Jahren kommt der dritte Teil einer Franchise heraus, die wie kaum eine andere polarisiert - ein extrem hoher Gewaltgrad und die Tatsache, dass es wirklich neue Inhalte und Ideen in modernen Spielen gibt, machten die Vorgänger zu absoluten Kultspielen. Nun erscheint der dritte - und laut offiziellen Aussagen auch vorerst letzte Teil der Trilogie - in Deutschland. An sich kann man Gears of War 3 ganz primitiv beschreiben: Mit drei - manchmal wechselnden - Mitstreitern kämpft sich Hauptheld Marcus Fenix über den ziemlich zerstörten Planeten Sera, sucht nach seinem Vater und versucht, die sowieso fast zerstörte Welt zu retten. So weit, so einfacher und klischeehafter Mini-Abriss - aber Gears of War 3 ist eben auch viel mehr als nur das: Es ist eine tolle Reise über einen verwüsteten Planeten, ein großartiges Spiel, Meisterwerk und Shooter und stellt das absolut technisch machbare auf der Xbox360 dar. Kurz: Wer Zweifel an Gears 3 hatte, der soll die ganz schnell vergessen - der Xbox360-exklusive 3rd-Person Shooter ist der bis jetzt beste Titel des Jahres. Große Worte - aber die stimmen auch absolut. Und wir sagen euch, was sonst noch so alles los ist...

gears of war 3 screenshot gears of war 3 screenshot

Gears of War 3 - Nicht für Kinder
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Gears 3 richtet sich sicher nur an Erwachsene: Man zersägt Feinde, reißt betäubten Gegnern bei Finishing-Moves den Arm ab und haut damit auf sie ein. Wie gesagt: Nicht für Kinder geeignet. Wirklich nicht.

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Action und Blut!


Wer einen der vorherigen Teile gespielt hat, der wird sich eigentlich sofort zurechtfinden: Ein Level ist immer ziemlich linear, Gegner strömen aus allen Richtungen auf uns zu und Deckung gibt es in Form von Barrikaden, Wänden, Autowracks und Containern immer ausreichend. Per Knopfdruck schmiegen wir uns in Deckung, huschen im charakteristischen geduckten Sprint von Deckung zu Deckung und geben den Feinden mit einem umfangreichen Waffenarsenal Blaue Böhnchen in rauen Mengen zu Mittag- und Abendessen zu schmecken. So weit, so ein schneller und primitiver erster Blick für diejenigen unter uns, die Gears of War nicht kennen. Aber Gears 3 ist eben sehr viel mehr als ein simpler Deckungsshooter.

Böses Erwachen


Vielleicht hätte Marcus Fenix einfach im Bett bleiben sollen - denn es wird ein schlechter Morgen. Nachdem wir in Gestalt des Haupthelden nach einem Albtraum aufgewacht sind, müssen wir uns kurz orientieren: Wir sind auf einem großen ehemaligen Kriegsschiff und werden gerade von der Brücke aus gerufen. Erstmal schnell die Kumpels wecken und versammeln, dann sollen wir einen aus den Vorgängern bekannten alten Bekannten in Empfang nehmen, der gerade per Hubschrauber einschwebt. So weit, so gut. So laufen wir los, staunen über die extrem wunderschöne, liebevolle und detaillierte Grafik und holen die drei Typen ab. Genauer gesagt: Zwei Typen und eine - Spielern des Vorgängers bereits bekannte - Frau. Auf dem Weg sehen wir Menschen, die es sich im Schiff wohnlich gemacht haben, die sich unterhalten oder ihren ganz normalen Tätigkeiten nachgehen. Und das, was zuletzt Half Life in einem solchen Umfang geschafft hat, gelingt auch dem Shooter von Epic Games perfekt: Von Anfang an ist eine ganz spezielle Atmosphäre da. Die verbliebenen Menschen kämpfen auf dem Planeten um ihr Überleben - da ist eine düstere Stimmung nötig und die gibt es auch in rauen Mengen. Zu allem Überfluss greifen dann auch noch die Leuchtenden - mutierte und ihr eigenes Volk hassenden Locust - das Schiff an. Wie gesagt: Es ist ein schlechter Morgen.

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Gears of War 3 - Erster Story-DLC
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Bereits heute zum Release wurde der allererste Story-DLC angekündigt. Der soll im November kommen, neue Charaktere liefern und eine weitere Geschichte erzählen. Wir sind mehr als gespannt...

Kämpfen, Marcus. Kämpfen...


Folglich tun wir das, was man in einem solchen Spiel erwartet: Wir schwingen uns elegant in Deckung, lugen aus ihr hervor und geben den bösen Buben Saures. Sehr cool: Die Viecher explodieren bei ausreichend Beschuss - und wir kämpfen anfangs in einem Kräuter- und Gemüsegarten auf dem Schiff. Die ewiggleichen graubraunen Umgebungen der Vorgänger gibt es zum Glück nicht mehr - stattdessen schickt uns Gears of War 3 durch verfallene Städte, einen Wald und sogar unter Wasser. Und eine kleine irgendwie mediteran wirkende Stadt gibt es auch. Deckung ist - wie mehrfach gesagt - das A und O; ganz allein auf sie vertrauen sollte man aber auch nicht. Die KI rückt aggressiv vor, versucht uns zu umgehen und schmeißt - sofern vorhanden - gerne fiese Granaten. Und dann sind dann noch die deutlich weniger menschlichen Gegner - fette Tentakelmonster, kleine explosive Spinnen und richtig fette Typen, die mit ihren Fäusten oder explosiven und weitgeworfenen Schleimbollen für Verwüstung sorgen. Sobald die Feinde zu nahe herankommen sollten wir besser zum Nahkampf übergehen - mit der Waffe, die wohl jeder mit Gears verbindet: Die handliche und unter das Standardgewehr gebastelte Kettensäge ist ein guter Freund, darüber hinaus gibt es jetzt auch noch eine Waffe mit Bajonett.

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Große Action


An sich macht man in Gears of War 3 eigentlich nicht wirklich viel außer Schießen und Laufen: Man läuft von A nach B, schießt Feindgruppe nach Feindgruppe um und lässt die Geschichte auf sich wirken. Neben einigen Funksprüchen gibt es dazu viele gut geschnittene Sequenzen und eine wirklich zum Schneiden dicke Atmosphäre - aber das ist am Ende Beiwerk. Ja, die Geschichte ist auf Hollywood-Blockbuster-Niveau, hat ausreichend Gänsehaut, Atmosphäre und harte Sprüche für drei Spiele, aber am Ende ist die Geschichte in einem Shooter fast zweitrangig. Was zählt sind da erstmal die Gefechte - und die haben es ja bekanntlich in sich: Gebäude explodieren gescriptet, Feinde springen aus Löchern und wir kämpfen uns durch komplett unterschiedliche Regionen und Gebiete. Aber wir haben noch gar nicht alles erzählt - außerden Leuchtenden gibt es ja noch die Locust. Die explodieren erstens nicht, sind zweitens deutlich menschlicher und haben drittens ebenfalls Kettensägen an ihren Waffen. Und so kann es passieren, dass es zum Kettensägenduell - wildes Gedrücke auf eine Taste ist wichtig - kommt, wobei man die fiesen Gesellen viel öfter zersägt als sie uns zersägen. Sollten wir übrigens zersägt werden, dann werden wir zum letzten automatischen Speicherpunkt befördert - wir sind dann ja auch tot. Wenn wir im Gefecht allerdings zu Boden gehen, können wir von einem der drei Mitsreiter wiederbelebt werden und stehen dann wieder topfit unseren Mann.

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Und wo sind jetzt die Locust?


Die bösen Schergen mitsamt ihren Königin kommen viel früher als hier im Artikel im Spiel vor - und haben teilweise wirklich kreative Gegner in ihren Reihen. Neben ganz normalen und ziemlich menschenähnlichen Schergen gibt es auch noch reitende Locust, fiese Krokodile - die man vom Schwanz an zerschießen muss; Feinde mit Schilden, besonders starke Feinde, extrem schwer gepanzerte Typen und dann auch noch diverse fette andere Typen - und sie alle sind schlauer als die normalen Schergen in normalen Spielen: Sie nutzen die Deckung, springen uns auch schonmal an und versuchen uns von hinten zu zersägen. Und auch das Missionsdesign tut sein Bestes, um uns toll zu unterhalten: Wir bemannen die Bordwaffen eines Locust-Version eines Zeppelins, verteidigen eine Festung oder stellen uns vor einer kleinen Kirche einem beinahe unendlichen Ansturm von Leuchtenden. Jede einzelne Stelle im Spiel hat eine Geschichte und ist relevant - und Fans der Vorgänger werden so manches Mal altbekannte und doch dank ihrere Handlungen stark veränderte Gebiete wiedersehen. Damit das Schieße, Laufen und die tolle Geschichte nicht überstrapaziert werden, gibt es genug Abwechslung im Missionsdesign und den Aufgaben - doofe Stellen der Marke “Du läufst jetzt 20 Minuten durch ein Level ohne jede Besonderheit und ballerst 5000 Standardgegner aus den Latschen” wie in vielen anderen Spielen gibt es nicht. Zur Geschichte an sich verraten wir besser nichts - aber dass alles natürlich mal wieder mit Marcus verschwundenem und anscheinend toten Vater zusammenhängt sollte ja auch kein großes Geheimnis sein...

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Der Chef ruft


All die schönen normalen Feinde sind oft eine gute Herausforderung - wer aber wirklich etwas Schweres sucht, der sollte sich mit den Bossen anlegen. Und das tut man in schöner Regelmäßigkeit: Eine riesige Spinne, ein gigantischer Locust mit einem Raketenturm auf dem Rücken oder ein wilder leuchtender Berserker bedeuten generell immer Hochspannung und erfordern gute Reflexe, viel Munition und auch ein ordentlich Maß an Flüchen, wenn man hilflos auf dem Boden liegt. Kurz: Die Bosskämpfe sind spannend, spaßig und erfordern ausreichend Taktik um nicht primitiv zu wirken. Für Survival-Coop-Fans sehr interessant: Die dicken Brocken kommen auch im Horde-Modus vor und sind da eine wirklich große Gefahr.

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Viel drin und dran...


Bis jetzt haben wir eigentlich nur über die Kampagne gesprochen - aber Gears of War 3 bietet mehr als eine mit etwa 10 Stunden sehr ordentliche und (viel wichtiger!) extrem spaßig Kampagne. Zuallererst ist da der altbekannte Coop-Modus im Split-Screen, dann gibt es auch noch einen “4 Spieler Coop”-Modus, einen kompetitiven Multiplayer-Modus für bis zu 10 Spieler; einen Survival-Modus, in der man bis zu 50 Wellen inklusive fetter Bossgegner abwehren soll und zu guter Letzt auch noch einen umgedrehten Horde-Modus, in dem man auf Seiten der Locust 12 Gruppen menschlicher Helden so schnell es geht verhackstücken soll. Großartige Unlocks wie Waffen oder sogar Perks gibt es für den Multiplayer nicht - jeder spawnt mit den gleichen Waffen, bessere Waffen liegen im Level herum; Rangaufstiege - und jeder Modus zählt dazu... - bringen maximal ein paar neue Skins und spielbare Charaktere. Und ja - eine solche Content-Masse in einem Spiel ist wirklich aller Ehren wert: Allein der Horde-Modus mit den ganzen Taktiken und der Möglichkeit, für Abschusse Waffen, Munition, stationäre Geschütze oder Barrieren zu kaufen allein sollte für Coop-Fans schon als Kaufgrund reichen.

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Es passt perfekt


Um Gears of War 3 perfekt zu beschreiben muss man etwas tun, was man sonst nie sagt: Das Wörtchen “perfekt” in die Welt setzen. Gears of War 3 ist nicht nur optisch unvorstellbar schön - der Vergleich mit Uncharted 2 oder 3 muss trotz schwächerer Hardware nicht gescheut werden - sondern auch noch so poliert, so nah an der Grenze zur Perfektion in allen Belangen, dass man einfach keinen Kritikpunkt finden kann. Egal ob es sich um den Soundtrack, das Gameplay, das Pacing in den Missionen oder die blutigen Finishing-Moves handelt- Gears of War 3 meistert alle Punkte, übertrifft die Erwartungen und setzt neue Standards. Man langweilt sich nie, man wird immer bestens unterhalten - und wenn man die Kampagne geschafft hat, dann geht es eben im Coop nochmal durch die Kampagne, man versucht sich an einem höheren Schwierigkeitsgrad oder versucht, alle Achievements und Collectables zu finden. Die drei Jahre Entwicklungszeit haben sich in allen Bereichen und Belangen absolut gelohnt. Wie gesagt: Es gibt viel zu tun...

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Letzte Worte

Einen Test für ein Scheiß-Spiel zu schreiben ist so einfach: Doof, hässlich und lahm sind perfekt passende Worte, die man dem Stück Softwaremüll nur zu gerne an den Kopf wirft. Auch ein gutes bis sehr gutes Spiel zu testen ist so einfach: Man lobt viel, kritisiert wenig und ignoriert dann die paar “Du Fanboy”-Kommentare einiger übler Verbalunfälle. Aber was soll man machen, wenn man hin und weg ist? Wenn man 5 Seiten absoluter Superlative und kein Wort der Kritik notiert hat? Wenn man einfach nur dasitzt, den Abspann ansieht und weiß: Das waren die schönsten Stunden mit einem Spiel in diesem ganzen Jahr; ja, das war mit Abstand das beste Spiel des Jahres bisher? All das habe ich rund um Gears of War 3 erlebt: Hoffnung, Freude, Trauer - wo ein Call of Duty 500 Explosionen auffährt und mich dann auf Knopfdruck mitreißen will, hat Gears of War 3 das geschafft, was so viele Spiele nicht hinbekommen: Wirklich und wahrhaftig zu begeistern. Eine Geschichte wirklich gut zu erzählen. Und mich am Ende dazu zu bringen, die Kampagne nochmal zu spielen - und mich auf jedes weitere Gefecht im Horde- und Multiplayer-Modus zu freuen....

Gears of War 3 ist einfach so perfekt, wie ein Spiel nur sein kann.

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geschrieben von Sir Uruk.Inc  
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