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CALL OF DUTY: BLACK OPS – BRUTALO OPA IM PREVIEW

Preview gepostet von Sir Uruk.Inc am 25.08.2010 um 14:00 Uhr
 
Call of Duty: Blacks Ops Screenshots & Wallpapers
Man kennt das ja. Jedes Jahr kommt ein neues Call of Duty – mit all den Zutaten, die ein Call of Duty eben laut den internen Statuten braucht: “Hirn aus und Hollywood-Geschichte an“-Story, die immer gleichen Multiplayer-Modi, eine tolle Inszenierung und die immer gleich doofen Gegner. Außerdem noch absolut dem Bösen verschriebene Schurken, die nötige Masse Pathos und ein paar Momente, in denen die Kinnlade von der Schwerkraft knirschend in den Asphalt gebohrt wird. Was davon kann Call of Duty: Black Ops besser machen – und was macht es besser?

Kommt etwa etwas wirklich Neues? Findet es heraus – bei uns in der Preview. Und Feuer frei… Zuallererst muss man eine Sache festhalten: Realismus-Fans marschiert bitte zu ARMA II, Battlefield-Fans zu Battlefield und Fans halbwegs guter Geschichten bitte zu Medal of Honor. Oder gleich zu Half Life. Abmarsch. Jetzt. Hier gibt es nichts von dem Genannten. Dafür gibt es große und krachende Explosionen, brutale Action und ein paar Neuerungen – für die Serie. Versteht sich. Es gibt die immer gleiche DirectX9-Grafik mit butterweichen Animationen und jetzt wirklich schwachen Texturen. Es gibt aufgehübschte Explosionen, ein bisschen Neuerung und ansonsten eben vor allem eine Sache: mehr vom Alten. Das muss nicht per Definition schlecht sein. Aber muss das wirklich sein? Na ja – findet es heraus. Und los. Jetzt aber wirklich. Ohne weiteren ziemlich sinnlosen Absatz.

Der Multiplayer
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Zum Multiplayer-Modus sind bis jetzt nur sehr wenige Dinge bekannt - allerdings scheinen die Entwickler aus Fehlern gelernt zu haben.
Dedizierte Server wird es ganz sicher für den PC geben.
Modding-Tools werden zwar nicht direkt zum Release, aber ganz sicher zu einem späteren Zeitraum erhältlich sein. Kurz: Sorgen muss man sich um die Qualität des Multiplayers endlich glücklicherweise mal keine machen...

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Wie für die Serie jetzt schon üblich gibt es wieder viele Ränge, Abschussserienbelohnungen und viele Möglichkeiten, Waffen und Ausrüstung zu kombinieren.

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Auch Fahrzeuge sollen in einigen Levels bereitstehen.

Helikopter-Absturz


Los geht es in Vietnam. Genauer gesagt: In einem Hubschrauber über Vietnam, der sich rasend schnell zu Boden bewegt. Weil er abgeschossen wird. Die Inszenierung ist bereits großartig: Die abstürzenden Soldaten schreien, über allem das Heulen des Gewehrfeuers. Wir werden in der wild hin- und herschwankenden Maschine durchgeschüttelt – das ist mal ein Einstieg. Und dann natürlich der Aufschlag im tiefen und schlammigen Wasser. Die meisten Insassen haben den Absturz eigentlich gut überlebt, nun aber stürzen sich die Vietnamesen auf uns, durchlöchern den Hubschrauber und eliminieren ein paar abgestürzte Soldaten. Wir schnappen uns unsere Pistole, erledigen die – natürlich… – bis auf drei Meter an den Hubschrauber herangewetzten Feinde und verlassen dann den Hubschrauber unter Wasser. Und dabei handelt es sich nicht um ein stupides Skript oder eine blöde Sequenz – wir schwimmen. Im dreckigen, schwammigen, gelblichen Wasser des Flusses – während Boote aufkreuzen. Mit schießwütigen Koreanern. Herzlich willkommen in Vietnam.

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Blutsturz


Folglich tauchen wir unter Wasser zu einem markierten Boot – von einer maximalen Tauchzeit ist bis jetzt nichts bekannt… - und ziehen uns an Bord. Dort schießen wir einen Feind über den Haufen, nehmen den anderen dann als menschliches Schutzschild und schalten mit seiner AK die umstehenden Feinde aus. Kurz: Es geht nicht eben zimperlich los. Vor allem, weil die Feinde beim Sterben dezent große Blutspritzer auf dem Boot und der schlammigen Umgebung hinterlassen. Es wird aber nicht weniger blutig – eher im Gegenteil. Mit einem Kameraden bringen wir unter Wasser erst C4-Sprengsätze an, dann schleichen wir uns in das nahe gelegene Dorf – das müssen wir natürlich ausräuchern und von Feinden säubern. Folglich steht ein Stealth-Part an – ein Abschnitt, der neben teils krasser Spannung, wieder unnötiger Gewalt und großartiger Atmosphäre besonders das Sounddesign in den Vordergrund stellt. Da zirpen irgendwelche Viecher, hört man das Rauschen des Regens, die eigenen Schritte gedämpft auf den Holzplanken. Die leisen Befehle unseres Anführers, der irgendwie an Rambo mit längeren Haaren erinnert. Man steigt durch Fenster, schleicht um Ecken, umgeht eine Gruppe Hühner. Es ist die Ruhe vor dem Sturm – und keine wirklich schöne. In ihren Betten liegende Vietnamesen bekommen ein Messer in den Hals – und man sieht jedes Detail. Wie der Typ aufwacht. Wie wir ihm die Hand über den Mund legen. Wie das Blut läuft. Wie er zuckt. Wie sich die Augen weiten. Nichts gegen Atmosphäre und Realismus – aber nach dem dritten Mal binnen zwei Minuten [!!] ist es einfach nur arm und eine verdammte Effekthascherei. Ein Mal – gut, das geht in Ordnung. Aber so oft und inflationär? Es ist sinnlos, übertrieben, unnötig brutal. Und noch mal sinnlos.

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Hauseinsturz


Nachdem wir endlich in Stellung gegangen sind jagen wir die vorher unter Wasser platzierten Sprengsätze in die Luft – wecken damit das verdammte Dorf und dürfen uns nun in guter alter “Call of Duty“-Manier durchballern. Das hat im Guten folgende Bedeutung: Kameraden rufen sich Befehle und Positionen von Feinden zu, überall krachen Schüsse und dichter Pulverdampf wabert über die Szenerie.
Wohin geht die Reise?
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Man spielt nicht nur in Vietnam, sondern querbet an wirklich allen Schauplätzen des Kalten Krieges. Trotz der örtlichen und zeitlichen Streuung soll es neben Kriegsgerät aus verschiedenen Epochen eine zusammenhängende Geschichte geben...
Die Explosionen von Granaten und Sprengsätzen sehen mit den dichten Dreckwolken übrigens richtig klasse aus, dank des Gerufes, des Geschreis und des andauernden Waffenkrachens kommt richtig gute Schlachtfeldatmosphäre auf. Aber auch die üblichen Schwächen der Serie sind immer noch da: Feinde sind Kanonenfutter. Sie stürmen aus allen Richtungen kopflos an, haben die gleichen Animationen und Fähigkeiten wie in Call of Duty: Modern Warfare von 2007. Sie sind nur durch ihren exzessiven Granateneinsatz eine Gefahr. Und sie sind generell strohdumm. Und wie üblich kämpft man sich von A nach B, dann nach C und kann erst dann vorrücken, wenn der stete Zustrom von Gegnern nach und nach versiegt – sprich: Wenn wir wieder 30 Feinde oder mehr über den Jordan geblasen haben. Am Ende gibt es mit uns unterstützenden und im Tiefstflug kommenden Helikoptern erstmal wieder Hollywood – dann geht es mit einem Begleiter in einen der berüchtigten Tunnel der Vietcong. Ach ja: Ein Haus mussten wir per Raketenwerfer sprengen. Das ist aber geskriptet und passt – da alle anderen Häuser stehen bleiben, so oft man sie auch mit dem Raketenwerfer malträtiert – einfach nicht in die Spielwelt.

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Zombie-Modus
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Käufer der normalen Limited Edition können auf den Zombie-Modus aus Call of Duty 5 zugreifen. In diesem extrem beliebten Modus kämpfen mehrere Spieler gegen immer stärker werdende Wellen von Zombies.

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Ob und wie der Modus auch für Käufer der normalen Edition verfügbar ist und was die allseits geliebte USK dazu sagt, ist aber noch ein Geheimnis.


Tunnelsturz


Um es kurz zu machen: Der Tunnel-Abschnitt ist eine Mischung aus Langweile, kurzen Spannungsspitzen und Geballer. Unser Begleiter wird hinter einer Ecke erstochen, wir schleichen weiter. Man kann natürlich nur gerade aus, Feinde sind fies platziert und wir müssen – wenn wir nicht entdeckt werden oder an unserer Position unter tödlichen Dauerbeschuss geraten wollen - unsere Taschenlampe immer wieder kurz an- und ausknipsen, den Feind im kurz aufleuchtenden Lichtstrahl ausfindig machen und ihn dann per Pistole ausknipsen. Eigentlich also ist der Abschnitt ganz cool – aber irgendwie ist er auch zu kurz, und man macht zu wenig aus der genialen Idee. Und der Rambo-Verschnitt erscheint am Ende wieder.

Der totale Abschuss


Direkt aus dem Tunnel herausgekommen finden wir mit unserem Rambo-Begleiter einen bewachten Hind-Hubschrauber. Einfach so. Im vietnamesischen Dschungel. Hirn aus, Granatwerfer raus – die Feinde sind wir schnell los, springen dann in den Helikopter und flattern los. Dabei cool: Wir steuern alles. Den Helikopter, das Maschinengewehr und die Raketen. Und natürlich haben wir viel zu zerstören. Sehr viel. Boote auf dem Fluss, Brücken alle 200 Meter, Benzin-Pipelines gibt’s auch gleich drei oder vier Stück. Außerdem natürlich noch drei oder vier Stützpunkte. Und bevor man mich falsch versteht: Man fühlt sich mächtig. Man fühlt sich stark. Man fühlt sich unbesiegbar. Und erst die gigantischen schwarzen Rauchwolken, die lodernden Flammen an den zusammengebrochenen Häusern, den gesunkenen Booten und den zusammengebrochenen Brücken. Es ist Hollywood im Zeitraffer – und etwa 5 Minuten nach dem Start, diverse verwüstete Brücken, Pipelines, Stützpunkte, eine zerstörte Hellfire-Startbasis und drei abgeschossene Kampfhelikopter später landet man schon. Wunderschön, episch und klasse, ja. Aber auch furchtbar unrealistisch und noch kürzer.

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Meine Meinung
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Call of Duty: Black Ops wird Erfolg ohne Ende haben, ja. Und es ist kein schlechtes Spiel. Ja, es ist ein Spiel, das nach Modern Warfare 2 sogar wieder neue Dinge macht und auch wieder richtig gut ist. Helikopter fliegen in Vietnam. Man kann schwimmen und auch tauchen. Das ist alles gut, großartig und toll. Aber die Grafik ist 2010 wirklich und endgültig veraltet. Die KI ist genau so strohdumm wie 2007. Ja, sogar die Missionen, das ganze Schema haben und hat sich anscheinend nur geringfügigst verändert. Mal schleicht man – was immer großartig inszeniert wird – oder ballert sich linear durch den Schlauchlevel voran. Das ist auch sehr gut inszeniert. Es gibt wieder den Hollywood-Bombast. Und sonst? Bis auf die Helikopter-Szenen und etwas Getauche wird das Spiel wohl absolut nichts Neues bieten. Und genau das ist einfach nur traurig. Bei Activision melkt man die Serie zu Tode. Keine Neuerungen, mehr vom Alten.

Und die einfach nur widerwärtigen “Messer in den Hals und schau jetzt genau zu“-Momente sind sicher als Strategie für die Serie als Provokation nicht unbedingt schlecht. Aber irgendwann würde man sich als Spieler über eine Weiterentwicklung freuen. Ein bisschen mehr personalisierte Charaktere statt mehr Blut und Gore. Einen leicht respektvolleren Umgang mit den Gegnern statt mehr dummen Pathos-Plattitüden. Und wenn der Singleplayer nicht atmosphärischer als der Multiplayer-Modus von Battlefield: Bad Company 2 ist, dann sollte man sich überlegen, minimal etwas zu verändern. Egal. Was zählt: Black Ops wird ein sehr gutes Spiel. Aber es wird eben leider nur “business as usual“ sein.

Brutaler alter Spiele-Dinosauerier – der immer noch rocken wird…

geschrieben von Sir Uruk.Inc  
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