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Das Spiel |
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In der letzten Episode von Back to the Future: the Game, Citizen Brown, zeigte das Spiel endlich was das Setting alles ermöglicht. Und da wir uns mit großen Schritten dem Finale nähern, stellte sich die Frage, was Telltale für die 4. Folge, Double Visions aus dem Hut zaubern würde. Die Antwort: Leider nicht viel Neues. Mehr in unserem Review.
Das Kapitel beginnt ziemlich dramatisch. Marty konnte Citizen Brown davon überzeugen, dass er das Ergebnis einer veränderten Zeitlinie ist, aber Emmets Frau Edna ist über den Sinneswandel ihres Gatten nicht gerade erfreut. Deswegen müssen Marty und Citizen Brown erst einmal aus der Gehirnwaschanlage von Hill Valley entkommen, zurück ins Jahr 1931 und verhindern, dass der junge Emmet überhaupt erst mit Edna zusammen kommt.
Auch wenn mich Episode 4 jetzt nicht so wahnsinnig begeistert hat, so kristallisiert doch recht schnell eine Sache raus: Das ist ein waschechter Back to the Future-Plot. Eine spektakuläre Flucht aus einer falschen Zeitlinie, gefolgt von einem erneuten Trip in die Vergangenheit um den Status Quo wieder herzustellen. Auch wenn die Umsetzung wieder etwas hinkt, so schafft es Double Visions dennoch das Feeling des Franchises einzufangen. Zumindest von einem erzählerischen Standpunkt aus gesehen. Die Rätsel stehen mal wieder auf einem anderen Blatt.
Auf der anderen Seite wiederum ist das Ende dann doch relativ undramatisch, sowohl für BttF, als auch für Telltale-Adventures. Die finalen Episoden waren bisher immer etwas Besonderes, aber was ich bisher davon gesehen habe, hat mich nicht überzeugt.
Die Rätsel sind immer noch auf dem selben, so langsam echt erbärmlich wirkendem Level wie zuvor. Es wird immer klar und deutlich verkündet was ihr als nächstes machen müsst und die Lösungen präsentieren sich fast immer sofort. Erinnert ihr euch daran, wie man z.B. in Monkey Island erst eine Weile überlegen musste, wie man denn jetzt an LeChucks Körperflüssigkeiten oder Kleidung gelangen sollte? Oder, wie man in Day of the Tentacle von ganz alleine rausfinden musste, wie man den Hamster denn wieder warm kriegt? Aber in BttF ist alles immer so himmelschreiend offensichtlich.
Es ist das Malen nach Zahlen des Adventure-Genres. Der junge Emmet hat einen schicken Anzug von Edna bekommen? Dann ist es ja praktisch, dass er uns gerade eben so ganz pauschal erzählt, dass sein neues Superspezialreinigungsmittel ätzende Eigenschaften entwickelt, wenn man es zu lange stehen lässt. Wie war was? Zu lange irgendwo stehen lässt? Hmm... das wäre eine wirklich sinnvolle Information, wenn ich Zugang zu einer Zeitmaschine hätte... *facepalm*
Die Sprecher leisten weiterhin gute Arbeit, besonders wieder Christopher Lloyd, dessen Citizen Brown nun mit Marty zusammen arbeitet um seine eigene Gegenwart auszulöschen.
Es geht zu Ende
Jetzt fehlt nur noch eine Folge, dann ist (die erste Staffel von?) Telltales Back to the Future - the Game komplett. Double Visions hat die selben Probleme wie die vorherigen Episoden. Es ist gut geschrieben und im großen und ganzen eine ordentliche Fortsetzung des Franchises. Aber als Adventure taugt es leider immer noch nicht viel. Schlicht und ergreifend weil es viel zu einfach ist. Gut, okay, in dieser Folge musste ich manchmal ein bisschen Länger nach einer Lösung suchen, aber teilweise tut es echt weh wie plump einem die Aufgaben gestellt werden.Es ist kein furchtbares Spiel, aber in diesem Medium braucht man mehr als gute Autoren.
geschrieben von Green Ninja

